FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Stöger-Zahnspange hat Zahnlücke

"Gratis"-Zahnspange ist Mogelpackung

Wien (OTS) - "Die von Gesundheitsminister Stöger propagierte 'Gratis'-Zahnspange ist eine ungeheure Mogelpackung, die in der jetzigen Situation mehr medizinische Probleme verursacht als sie löst", sagte die Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses FPÖ-NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die Stöger-Spange hat eine riesige Zahnlücke", so Belakowitsch-Jenewein.

Habe die SPÖ in ihrem Wahlkampf noch von einer "Gratis-Zahnspange für alle" gesprochen, so reduziere Stöger "Alle" nun auf jene Kinder und Jugendliche, die ein "schwerwiegendes medizinisches Problem" hätten und das erst ab 2015. Haken an der Sache: Diese reduzierte Personengruppe erhalte eine gratis-Spange jedoch auch nur nach chefärztlicher Bewilligung, womit sie dem Gutdünken der Krankenkassen ausgeliefert seien, die jedoch gähnend leere Kassen hätten, so Belakowitsch-Jenewein.

Damit habe sich nicht viel verändert, stehe doch in den Richtlinien der Sozialversicherungen, dass die Ärzte eine "...ausreichende, zweckmäßige, jedoch das Maß des Notwendigen nicht überschreitende Krankenbehandlung zu bieten" hätten, erläuterte FPÖ-NAbg. Dr. Andreas Karlsböck, der selbst Zahnarzt ist. "Im Klartext bedeutet diese allgemein gehaltene schwammige Formulierung, dass es bereits heute im Ermessensspielraum der Chefärzte liegt, Patienten Zuzahlungen zu bewilligen", zeigte Karlsböck auf.

"Mit der Stöger-Spange hat sich demnach nichts geändert, denn es liegt nach wie im Ermessensspielraum der Chefärzte eine Zahnspange zu bewilligen, oder eben nicht", so Belakowitsch-Jenewein. Da die stögersche "Gratis"-Zahnspange unter einem Finanzierungsvorbehalt der Kassen stehe, könne davon ausgegangen werden, dass nicht ein Kind mehr als bisher eine Gratis-Zahnspange erhalten werde, deckte Belakowitsch-Jenewein die SPÖ-Mogelpackung auf. "Die angepeilten 85.000 Gratis-Spangen sind daher eine Phantasiezahl die nicht einmal annähernd erreicht werden wird", so Karlsböck, der betonte, dass die FPÖ für eine ehrliche und auch durchführbare Regelung für Gratis-Zahnspangen ist.

Den einzigen unerfreulichen Effekt den die Ankündigung einer vermeintlichen Gratis-Zahnspange erzielt habe sei der, dass nun viele Eltern dringend notwendige Zahnbehandlungen ihrer Kinder aufschieben würden, da sie auf die Gratis-Behandlung warten würden, die unter Garantie nicht komme, warnte Karlsböck. "Stöger hat so eine gefährliche 'Wartezimmersituation' von einem Jahr provoziert, mit schweren medizinischen Folgen für Akutfälle", so Karlsböck.

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