JW-Rohrmair-Lewis: Giftzähne bei GmbH Neu und Gewinnfreibetrag gezogen

Adaptierung des Abgabenänderungsgesetzes: Forderungen der Jungen Wirtschaft umfassend aufgegriffen

Wien (OTS/PWK080) - "Die Änderungen im Gesetzesentwurf des adaptierten Abgabenänderungsgesetzes beinhalten viele unserer Forderungen. Wir konnten dadurch die schlimmsten Vorhaben der Regierung für die heimischen Jungunternehmer und Gründer verhindern. Die Giftzähne sind gezogen. Dazu möchte ich all jenen 1.600 Teilnehmern der JW-Protestmail-Aktion der Wirtschaftskammer Österreich meinen Dank aussprechen, dass sie sich mit uns für ein unternehmerfreundliches Österreich eingesetzt haben - allen voran WKÖ-Präsident Leitl", kommentiert Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), die heute präsentierten Adaptierungen im Abgabenänderungsgesetz. Konkret hatte die heimische Jungunternehmervertretung bei der GmbH die Beibehaltung der bestehenden Regelungen gefordert, die für die Gründung ein Stammkapital von 10.0000 Euro vorsieht. Außerdem setzte sich die JW für die Beibehaltung des Gewinnfreibetrags ein.

Stigmatisierung verhindert
Als großen Erfolg wertet die JW die Streichung des Zusatzes 'gründungsprivilegiert' für GmbH-Gründer aus dem Gesetzesentwurf. "Damit wird es keine Unternehmer zweiter Klasse geben und eine Stigmatisierung konnte somit verhindert werden", betont der JW-Bundesvorsitzende. Jedes Unternehmen sei gleich viel wert. Eine Unterscheidung wäre absolut inakzeptabel und wettbewerbsverzerrend gewesen, so Rohrmair-Lewis.

Auffüllungspflicht deutlich entschärft
Die Auffüllungspflicht für das GmbH-Stammkapital auf 35.000 Euro konnte ebenfalls deutlich entschärft werden. Gründer können weiterhin mit 10.000 Euro eine GmbH gründen. Eine Auffüllung muss zwar im Laufe der ersten 10 Jahre erfolgen, jedoch kann der Unternehmer selbst entscheiden, wann das geschieht. Der bisherige Vorschlag sah vor, dass Unternehmer, sobald sie Gewinne erzielen, verpflichtend 25 Prozent dieser zur Auffüllung verwenden müssen. "Die aktuelle Lösung gibt Jungunternehmern mehr Zeit. Damit können gerade in der Anfangsphase Gewinne in die Entwicklung und den Aufbau ihres Unternehmens investiert werden. Das schafft auch Wachstum und Arbeitsplätze", erklärt Rohrmair-Lewis.

Beibehaltung des Gewinnfreibetrags erreicht
"Die Beibehaltung des Gewinnfreibetrags ist ausdrücklich zu begrüßen. Das ist nicht nur fair, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Eigenkapitalbildung bei Jungunternehmern", so Rohrmair-Lewis. Damit konnte eine Diskriminierung von Selbständigen gegenüber Unselbständigen beim steuerbegünstigten 13./14. Bezug erfolgreich verhindert werden. (ES)

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