Wirtschaftsbund: Präsidium segnet erzielte Verbesserungen im Abgabenänderungsgesetz ab

Leitl: WB hat 5-Punkte-Programm erkämpft - GmbH-Reform & Gewinnfreibetrag gerettet - Haubner: Nächster Schritt Finanzausschuss, Abgeordnete beraten Verhandlungsergebnis

Wien, 12. Februar 2014 (OTS) - Das Präsidium des Österreichischen Wirtschaftsbundes segnete heute die erzielten Verbesserungen im vorliegenden Verhandlungsergebnis zum Abgabenänderungsgesetz mit einem einstimmigen Beschluss ab. "Ziel des Wirtschaftsbundes war es, die geplanten Belastungen und Einschränkungen auf Kosten der Selbstständigen in Österreich abzuwenden - und das ist uns gelungen. Wir haben fünf wesentliche Punkte für die Wirtschaft erreicht, zu denen vor allem die Rettung der GmbH-Reform und des Gewinnfreibetrages gehören", betont Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl in einer anschließenden Pressekonferenz. Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner hält fest, dass es sich heute um einen Beschluss des Wirtschaftsbund-Präsidiums handle, der in keinster Weise dem Ergebnis im morgigen Finanzausschuss vorgreife. "Das vorliegende Ergebnis zwischen Wirtschaft und Regierung ist für den Wirtschaftsbund tragbar. Die nächsten Schritte folgen im Rahmen des parlamentarischen Prozesses. Dazu werden die Abgeordneten beraten", so Haubner. ****

Präsident Christoph Leitl skizzierte das "5-Punkte-Paket", das der Wirtschaftsbund nach derzeitigem Verhandlungsstand für die heimischen Unternehmer erkämpft hat:
Erstens: Der steuerbegünstigte Gewinnfreibetrag für Selbstständige bleibt in vollem Umfang erhalten! Für Investitionen über 30.000 Euro Gewinn pro Jahr gibt es die Möglichkeit in Realinvestitionen oder in Wohnbauanleihen zu investieren. "Damit leistet die Wirtschaft zugleich einen Beitrag für die Wohnbauförderung und unterstützt die Regierung hier in einem wichtigen Vorhaben", erläutert Leitl.

Zweitens: GmbH-Reform bleibt als Erleichterung für Neugründer erhalten! Für Neugründungen ist ein Startkapital von nur 10.000 Euro nötig, die Mindest-Körperschaftssteuer bleibt in den ersten fünf Jahren bei 500 Euro, die Aufstockungs-Verpflichtung bis zum zehnten Jahr fällt weg.

Drittens: Der Handwerkerbonus wird als Pilotmodell bereits ab 1.7.2014 umgesetzt. "Damit installieren wir eine wichtige Maßnahme, die dazu führen soll, illegale Pfusch-Arbeiten in die Legalität überzuführen", so Leitl.

Viertens: Lohnnebenkosten werden gesenkt! "Bis jetzt wurden die Lohnnebenkosten in allen Sparpaketen erhöht. Mit der Senkung von 0,1 Prozent bei den AUVA-Beiträgen und 0,1 Prozent bei den Insolvenzentgeltfonds-Beiträgen mit 1.7.2014 und 1.1.2015 erreichen wir endlich eine Trendwende nach unten! Das ist im Moment vielleicht noch nicht viel, hat aber eine wichtige Signalwirkung", erklärt der Präsident.

Fünftens: Arbeitsmarktpaket, um Beschäftigung und Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu unterstützen: Um den steigenden Arbeitslosenzahlen entgegenzuwirken wurde ein Arbeitsmarktpaket auf den Weg gebracht, um budgetäre Mittel für Maßnahmen wie den Kombilohn oder die Erleichterungsbeihilfe etwa von Älteren Arbeitnehmern zu unterstützen.

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