Heinisch-Hosek zu "One Billion Rising for Justice": Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen in Vorbereitung

Wien (OTS/SK) - Weltweit wird jede dritte Frau im Lauf ihres Lebens mit körperlicher Gewalt konfrontiert. "One Billion Rising for Justice" ist ein weltweiter Aufruf an Frauen, die Gewalt erlebt und überlebt haben, und an alle Menschen, Frauen und Männer, die sich mit ihnen solidarisieren. Am 14. Februar, dem Valentinstag, wird im Rahmen der Aktion um 17 Uhr vor dem Parlament eine Demonstration gegen Gewalt an Frauen stattfinden - zugleich mit vielen anderen weltweit und zum zweiten Mal in Österreich. Im Vorfeld der Demonstration bekundeten Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die Frauensprecherin der Grünen Berivan Aslan, die Songwriterin Maria Stern und die Geschäftsführerin des Vereins Autonomer Frauenhäuser Maria Rösslhumer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Organisatorin der Kundgebung, Ewa Dziedic, ihre Unterstützung.****

Heinisch-Hosek erinnerte in ihrem Statement an Johanna Dohnal, die an diesem 14.Februar 75 Jahre alt geworden wäre. "Es war eines ihrer ganz großen Anliegen, Gewalt aus der Tabuzone zu holen und Gewalt gegen Mädchen und Frauen zur politischen Frage zu erklären. 'Das Private ist Politisch' war eine wichtige Aussage Johanna Dohnals", sagte Heinisch-Hosek.

Die Frauenministerin erklärte, dass im Bereich Gewaltschutz bereits vieles getan wurde, aber vieles habe man auch noch vor. So werde man einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen erstellen. Die Vorbereitungsarbeiten dazu seien bereits letztes Jahr angelaufen. "Wir werden im Nationalen Aktionsplan Maßnahmen definieren, wie wir Gewalt gegen Frauen noch besser verhindern können", sagte die Frauenministerin. Dafür wolle man die im internationalen Vergleich bereits hervorragenden Gewaltschutzgesetze "noch einmal durchleuchten".

Heinisch-Hosek erinnerte daran, dass in den letzten Jahren unter anderem ein Gesetz gegen Stalking initiiert wurde, auch wurde eine Notwohnung für von Zwangsheirat bedrohte und betroffene Frauen eingerichtet, und vieles werde im Bereich FGM (weibliche Genitalverstümmelung)getan. Auch wolle die Frauenministerin unerwünschte Berührungen - Stichwort Pograpschen - unter Strafe gestellt wissen. Dazu soll es demnächst auch Gespräche mit dem Justizminister geben.

Die Frauenministerin verwies weiters auf die Europaratskonvention, die sogenannte Istanbul-Konvention, die bereits von neun Staaten ratifiziert wurde. "Kommen noch zwei Staaten dazu, dann tritt die Konvention in Kraft. Das wäre die erste rechtlich bindende Konvention gegen Gewalt an Frauen", hofft Heinisch-Hosek.

Eigens für die Aktion "One Billion Rising for Justice" wurde von Maria Stern ein Song geschrieben, der auf Youtube
https://www.youtube.com/watch?v=dPabbC5GeZE zu sehen und hören ist.
Mehr Informationen zur Aktion auch unter:
www.onebillionrising-why.com (Schluss) up/sc

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