Februar 1934 - Schieder: Opfer sind uns große Vorbilder für Eintreten für Demokratie, Freiheit und Arbeiterrechte

Kranzniederlegung des SPÖ-Parlamentsklubs vor Koloman Wallisch-Gedenktafel

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Parlamentsklub legte heute, Mittwoch, zum Gedenken an die Opfer des Februars 1934 einen Kranz vor der Gedenktafel von Koloman Wallisch nieder. "80 Jahre 12. Februar 1934 ist ein besonderes historisches Datum, nicht nur für die gesamte Sozialdemokratie, auch für den SPÖ-Parlamentsklub. Denn mit Koloman Wallisch gibt es auch Leute aus unseren Reihen, die damals Opfer wurden. Koloman Wallisch war ein steirischer sozialdemokratischer Nationalratsabgeordneter aus Leoben, der aufgrund seiner Gesinnung verurteilt, gefangen und standesrechtlich hingerichtet wurde", betonte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder bei der Gedenkkundgebung an der zahlreiche SPÖ-Abgeordnete sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SPÖ-Parlamentsklubs teilnahmen. ****

"Wallisch, Birnecker, Münichreiter und viele andere Opfer des Austrofaschismus zeigen, wie schwer es ist, für seine Gesinnung einzutreten. Sie dienen uns als große Vorbilder für das unabänderliche Eintreten für Demokratie und Freiheit sowie die Rechte der Arbeiterklasse - oder wie man heute sagen würde: für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", betonte Schieder.

Gerade heuer, wo SPÖ und ÖVP gemeinsam einen Kranz am Zentralfriedhof niedergelegt haben, sei dieser Akt der Versöhnung - trotz aller Unterschiede in der Beurteilung, die nach wie vor bestehen - ein sehr wichtiger. "Geschichte dient nicht dazu, dass Gräben bis in die Gegenwart gezogen werden, aber schon dazu, dass man weiß, wo man steht", so der SPÖ-Klubobmann. (Schluss) mo/sl/mp

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