AK Präsident Kaske zu 12. Februar 1934: Solche Ereignisse dürfen sich nie mehr wiederholen

Unabhängigkeit und Selbstverwaltung für Interessenvertretung unverzichtbar

Wien (OTS) - Auch die Arbeiterkammer Wien gedenkt am heutigen Tag den Opfern des 12. Februar 1934. "Ereignisse wie diese dürfen sich nie wieder wiederholen", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Auch Funktionäre und MitarbeiterInnen der Arbeiterkammer waren von den Repressionen des austrofaschistischen Regimes betroffen. Der letzte demokratisch gewählte Präsident der Arbeiterkammer Wien, Karl Weigl, der bereits am 31.12.1933 durch die Ausschaltung der Selbstverwaltung in den Arbeiterkammern sein Amt verloren hatte, wurde verhaftet, inhaftiert und wegen Hochverrat angeklagt. In der Folge wurden zahlreiche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Arbeiterkammer Wien zwangspensioniert, ins Exil getrieben oder entlassen. Dazu gehörten unter anderen die Leiterin der Frauenabteilung, Käthe Leichter, der Leiter der Sozialwissenschaftlichen Bibliothek, Fritz Brügel oder der Sekretär für Angestelltenfragen, Ernst Lakenbacher. Die Ausschaltung vieler GewerkschafterInnen aus der Wiener Arbeiterkammer ermöglichte es dem Regime, massiv in das Arbeitsrecht und in die Leistungen der Sozialversicherung einzugreifen. Dies bedeutete: Abschaffung der Betriebsräte, Kollektivverträge zu schlechteren Bedingungen oder Kürzungen der Leistungen der Sozialversicherung. Kaske: "Die Unabhängigkeit und Selbstverwaltung der gesetzlichen ArbeitnehmerInnenvertretung sind ein wesentlicher Pfeiler für die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Ausschaltung des "Parlaments der ArbeitnehmerInnen" war und wird allen GewerkschafterInnen eine Warnung vor ähnlichen Entwicklungen sein."

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