Lichtenecker zu Wirtschaftsbund: UnternehmerInnen brauchen endlich Rechtssicherheit - "GmbH Light" muss bleiben

Köchl: Grünes Modell des Gewinnfreibetrags entlastet 90 Prozent der Selbstständigen

Wien (OTS) - "Der vom Wirtschaftsbund in der heutigen Pressekonferenz angekündigte Kompromissvorschlag ist für Unternehmen wenig hilfreich. Für uns Grüne ist klar, die 'GmbH Light' muss in ihrer alten Form bestehen bleiben. Denn UnternehmensgründerInnen brauchen Rechtssicherheit und dürfen nicht alle acht Monate mit veränderten Rahmenbedingungen vor den Kopf gestoßen werden. Angesichts des morgigen Finanzausschusses, plädieren wir Grüne daher wiederholt dafür, dass das Stammkapital für FirmengründerInnen dauerhaft auf 10.000 Euro reduziert wird", betont Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen.

"Auch die angekündigte Einschränkung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags können wir Grüne nicht mittragen. Wir Grüne treten stattdessen für die Verdoppelung des investitionsfreien Freibetrags von 30.000 auf 60.000 Euro ein, bei gleichzeitigem Entfall sämtlicher Investitionsverpflichtungen in begünstigte Wertpapiere. Dazu haben wir am 29. Jänner einen Antrag im Parlament eingebracht", so Matthias Köchl, Sprecher für Selbstständige und Ein-Personen-Unternehmen der Grünen.

Köchl: "Konkret heißt das, dass UnternehmerInnen statt bisher 3.900 Euro (13 Prozent von 30.000 Euro) bis zu 7.800 Euro jährlich (13 Prozent von 60.000 Euro) ohne Investitionszwang (weder in Realgütern noch in Wertpapieren) steuerfrei einbringen können. Diese Maßnahme entlastet 90 Prozent der Selbstständigen und bringt eine automatische Steuerentlastung von jährlich bis zu 1.685 Euro, welche bisher an Investitionen gekoppelt war", betont Köchl.

"Das Ziel der Regierung müsste sein, GründerInnen in Österreich zu unterstützen, denn sie gestalten mit ihren innovativen Geschäftsideen den Wirtschaftsstandort Österreich entscheidend mit und schaffen Arbeitsplätze. Die angekündigten Einschnitte in der GmbH light sowie beim Gewinnfreibetrag gehen daher völlig in die falsche Richtung ", betont Lichtenecker.

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