Faymann: "Die Politik hat alles zu unternehmen, damit sich Ereignisse, wie die vom 12.Februar 1934, nicht wiederholen"

Klug: "Wer Sicherheit für Österreich will, muss Europa schützen"

Wien (OTS/SK) - Am geschichtsträchtigen 12.Februar-Platz im Karl-Marx-Hof wohnten heute Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Gerald Klug einer Angelobung des Österreichischen Bundesheeres bei. Der Bundeskanzler erinnerte in seiner Rede an die Zeit des österreichischen Bürgerkrieges im Februar 1934, als "soziale Werte wie Frieden und Solidarität keine Selbstverständlichkeit waren" und mahnte vor dem Nährboden, der durch Krisen, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit geschaffen wird. Er erinnerte an die folgenschweren Ereignisse, welche daraus entstanden sind: "Der 12.Februar 1934 ist als österreichischer Bürgerkrieg in die Geschichte eingegangen und hat hunderte Menschenleben gefordert. Die Politik hat alles zu unternehmen, damit sich solche Ereignisse nie mehr wiederholen". Bundesminister Klug erinnert an die Bedeutung der EU als "wichtiges Friedens- und Integrationsprojekt" und betont:
"Wer Sicherheit für Österreich will, muss Europa schützen". ****

"Frieden und Solidarität als soziale Werte sind heute eine Selbstverständlichkeit im Österreichischen Bundesheer. Wir gedenken einer Zeit, wo dies keine Selbstverständlichkeit war", betonte Faymann. "Wir haben aus den Fehlern der Ersten Republik gelernt und Versöhnung und Toleranz zu unseren Grundpfeilern gemacht. Wir müssen soziale Sicherheit gewährleisten und den Wohlfahrtsstaat als größte Errungenschaft des 20. Jahrhunderts sichern, das heißt: Armut und Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen und den Menschen Sicherheit geben", erklärte der Bundeskanzler.

Faymann unterstreicht auch die heutige Bedeutung des Österreichischen Bundesheeres: "Seit 1955 untersteht das Bundesheer dem Dienst der Demokratie und ist ein Garant der inneren und äußeren militärischen Sicherheit. Ob bei Naturkatastrophen oder für den Grenzschutz -unsere Bevölkerung kann sich auf das Österreichische Bundesheer verlassen. Beim Hilfseinsatz aufgrund der massiven Schneefälle in Kärnten und Osttirol waren pro Tag bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz."

Bundesminister Gerald Klug zeigt sich "stolz, dass junge Soldatinnen und Soldaten auf die österreichische Verfassung angelobt werden und sich somit der Verteidigung der Demokratie verpflichten". Er betont die bedeutende Rolle der EU als "wichtiges, europäisches Friedens-und Integrationsprojekt. Wer Sicherheit für Österreich will muss Europa schützen und zwar dort, wo Krisen entstehen und Bedrohungen heranwachsen. Österreich wird seinen Teil dazu beitragen". (Schluss) dm/up

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