Windbüchler: Der Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten muss intensiviert werden

Grüne: Österreich soll endlich 3. Zusatzprotokoll für mehr Kinderrechte ratifizieren

Wien (OTS) - "Dass noch immer mehr als 250.000 Kinder dazu gezwungen werden, die Waffe in die Hand zu nehmen und zu kämpfen, ist eine unbeschreibliche Tragödie und eine klare Aufforderung zu handeln," sagt die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler. Der internationale "Red Hand Day" - der Aktionstag gegen den Einsatz von Kindersoldaten - versucht die Aufmerksamkeit auf eine der dunkelsten Seiten des aktuellen Weltgeschehens zu lenken. Gegenwärtig werden noch immer in mehr als 20 Ländern Kinder als Soldaten eingesetzt, zum Töten gezwungen, oft missbraucht und immer traumatisiert.

"Es ist die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft alles in ihrer Macht stehende zu tun, um diese Kinder zu schützen", meint Windbüchler und ergänzt: "Gerade Europa darf hier nicht wegschauen. Unabhängig davon, dass viele der kriegerischen Auseinandersetzungen vom westlichen Rohstoffhunger und somit Geld befeuert werden, kommt ein Großteil der Kleinwaffen aus europäischen Ländern. Deshalb haben die EU-Staaten eine besondere Verantwortung friedenssichernde Maßnahmen zu setzen und Programme mit speziellen Bildungsangeboten und psychologische Unterstützung für ehemalige Kindersoldaten zur Verfügung zu stellen."

"Grundsätzlich ist das österreichische Engagement in diesem Bereich, sowie etwa die Einbindung von Institutionen wie dem Friedenszentrum in Stadtschlaining voll und ganz zu unterstützen und weiter zu intensivieren", sagt Windbüchler.

Auf UNO-Ebene müssen weitere Möglichkeiten diskutiert werden, wie man die Kinderrechte stärken bzw. stärker schützen kann. Zwar verbietet bereits das 2.Zusatzprotokoll der Kinderrechtekonvention die Teilnahme von unter 18-jährigen an Kampfhandlungen, doch ist die Durchsetzung dieses Verbots äußerst schwierig. Dies zeigt sich leider auch beim 3. Zusatzprotokoll, wo Österreich bis heute durch seine fehlende Ratifizierung Kindern das Recht auf eine Individualbeschwerde beim UN-Ausschuss für Kinderrechte verweigert. "Es wäre genau an einem Tag wie dem "Red Hand Day" ein wichtiges Zeichen der Stärkung der internationalen Gemeinschaft, wenn Österreich endlich die Ratifizierung des 3. Zusatzprotokolls ankündigen würde und den Schutz der Kinderrechte sowohl international, als auch im eigenen Land weiter vorantreibt," schließt Windbüchler.

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