"matinee" am 16. Februar auf den Spuren des Universums: Doku zum 450. Geburtstag Galileis, Porträt kosmischer Gartenkunst

Außerdem: Rückblick auf die "Kulturwoche"

Wien (OTS) - Zum 450. Geburtstag von Galileo Galilei (*15. Februar 1564 in Pisa) wandelt die "matinee" am Sonntag, dem 16. Februar 2014, ab 9.05 Uhr in ORF 2 auf kosmischen Pfaden durch die Jahrhunderte. Basierend auf dem Briefwechsel zwischen dem Protestanten Johannes Kepler und dem Katholiken Galileo Galilei zeigt die Dokumentation "Wenn die Sonne stillsteht - Kepler, Galilei und der Himmel" um 9.35 Uhr die weltberühmten Gelehrten in all ihrer Menschlichkeit und hinterfragt deren Forschungs- und Handlungsmotive, die nicht immer nur von reiner Vernunft bestimmt waren. Eine sinnliche und sehr ästhetische Auseinandersetzung mit dem Kosmos und seinen Geheimnissen lässt sich an der schottischen Westküste erfahren, wo in den vergangenen Jahren einer der spektakulärsten Gärten unserer Zeit entstanden ist: der Garten der kosmischen Spekulation. Die Dokumentation "Neue Gartenkunst - Im Kosmos von Charles Jencks" von Christoph Schuch, die zum Beginn der "matinee", um 9.05 Uhr, auf dem Programm steht, befasst sich mit dem siebzehn Hektar großen Platz, für den der Erbauer nichts Geringeres als das Universum zum Vorbild genommen hat. Zum Abschluss des sonntäglichen Kulturvormittags, durch den diesmal Clarissa Stadler begleitet, präsentiert ORF 2 um 10.35 Uhr einen Rückblick auf die Highlights der vergangenen "Kulturwoche".

Die Sendungen im Überblick:

"Neue Gartenkunst - Im Kosmos von Charles Jencks" (9.05 Uhr)

In seinem schottischen "Garden of Cosmic Speculation" hat US-Architekt und Architekturtheoretiker Charles Jencks riesige Grashügel und wundervolle Teichlandschaften geschaffen. Dazu Terrassen, Treppen und Kunstwerke, die das Leben feiern und die Geheimnisse unserer Existenz zum Thema machen. Es ist sicher das erste Mal, dass es in einem Garten in solcher Deutlichkeit um Neutronen, Soliton-Wellen, Schwarze Löcher oder die Chaostheorie geht. Jencks ist von den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft fasziniert. Doch ihn stören deren Bilder und Sprache. Darum bietet er seinen Garten als einen Ort an, an dem der Betrachter sich auf sinnliche und ästhetische Weise mit dem Kosmos und seinen Geheimnissen auseinandersetzen kann. Dabei geht Jencks, der es in England, dem "Mutterland des Gartenenthusiasmus", schon zum "Gärtner des Jahres" gebracht hat, durchaus spielerisch an die tiefgründige Materie heran.

"Wenn die Sonne stillsteht - Kepler, Galilei und der Himmel" (9.35 Uhr)

Vor mehr als vier Jahrhunderten öffnete Galileo Galilei mit einem Teleskop das Fenster zum Himmel. Johannes Kepler veröffentlichte 1609 seine "Astronomia Nova" und beschrieb damit unser Sonnensystem neu. Kepler und Galilei: Jeder für sich ein Himmelsstürmer, während auf der Erde der Dreißigjährige Krieg tobte. Der erhaltene Briefwechsel zwischen dem Protestanten Kepler und dem Katholiken Galilei, die einander nie persönlich trafen, begann in den 1590er Jahren und wurde 1610 vonseiten Galileis abgebrochen. Basierend auf dieser Korrespondenz zeigt die Dokumentation von Christian Riehs und Wolfgang Peschl die weltberühmten Gelehrten in all ihrer Menschlichkeit: Waren ihre Handlungen ausschließlich von reiner Vernunft bestimmt, oder waren auch Eigensinn, Eitelkeit, Angst, Zaudern und Gier nach Ruhm und Ansehen mit im Spiel? Und Eifersucht auf den Erfolg des anderen? Zwei Gelehrte, zwei Freunde, zwei Rivalen: eine Parallelgeschichte aus einer Zeit, die noch keine Trennung kannte zwischen Wissenschaft, Religion und Kunst. Der Film bietet Informationen, die nicht unbedingt in Geschichtsbüchern stehen, die aber gerade deshalb die Geschichte so spannend machen.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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