Karmasin und Kurz: Startschuss für das zweite verpflichtende Kindergartenjahr

Im Regierungsprogramm vereinbarte Sprachförderung wird ausgebaut; gemeinsame Umsetzung mit Ländern und Gemeinden ab 2015

Wien (OTS) - Im Regierungsprogramm wurde die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres für jene, die es brauchen und der Ausbau der vorschulischen Sprachförderung vereinbart. Familienministerin Sophie Karmasin und Integrationsminister Sebastian Kurz gaben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz den Startschuss für deren Umsetzung.

"Das verpflichtende Kindergartenjahr, das wir 2010 eingeführt haben, hat sich bewährt. Wir konnten die Betreuungsquote der 5jährigen auf 97,5%steigern, der Anteil der 5jährigen im Kindergarten mit nichtdeutscher Muttersprache ist von 22,6 auf 26,6% gestiegen. Diesen Weg müssen wir weitergehen! Im Bereich der Elementarpädagogik enthält das Regierungsprogramm weitere echte Meilensteine. Wir wollen das verpflichtende Kindergartenjahr, für jene die es brauchen, auf die 4jährigen ausdehnen. Und für den Ausbau der Kinderbetreuung stehen uns 350 Millionen Euro zur Verfügung", so Familienministerin Karmasin.

Bundesminister Sebastian Kurz betonte den integrationspolitischen Mehrwert eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres für jene, die es brauchen. "Wir setzen auf frühes Investieren statt auf spätes, teures Reparieren! Wir schaffen dadurch mehr Chancengerechtigkeit für alle Kinder, unabhängig von ihrem Hintergrund und ihrer Herkunft".

Aufbauend auf dem bereits bestehenden letzten verpflichtenden Kindergartenjahr sollen jene Kinder, bei denen ein bestimmter zusätzlicher Förderbedarf (vor allem im Bereich der Sprache) festgestellt worden ist, bereits ab vier Jahren verpflichtend einen Kindergarten besuchen. Zweitens wird es einen Test zur Feststellung der Sprachentwicklung und mit Expertinnen und Experten abgestimmte Maßnahmen zur weiteren Sprachförderung geben. Die Sprachförderung im Kindergarten, in die Bund und Länder zwischen 2012 und 2014 30 Millionen Euro investieren, soll auch in den kommenden Jahren sichergestellt werden. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen haben das Familienministerium und das Integrationsministerium eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Die Ausweitung der Sprachförderung und die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres für jene, die es brauchen, soll stufenweise ab 2015 erfolgen. Im Rahmen des Regierungsprogramms sind für den Ausbau der Kinderbetreuung insgesamt 350 Millionen Euro vorgesehen.

Karmasin und Kurz betonten zudem, dass Länder und Gemeinden bei der Realisierung dieser Vorhaben wichtige Partner sind. "Diese Schritte wollen und werden wir gemeinsam setzen. Die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Notwendigkeiten werden natürlich berücksichtigt", so Familienministerin Karmasin abschließend.

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