FPÖ-Schrangl: NEOS - völlige Ahnungslosigkeit bei der Wirtschaft!

Feri Thierry braucht Kurs im österreichischen Gesellschaftsrecht

Wien (OTS) - Im heutigen Standard-Interview forderte der NEOS-Geschäftsführer Feri Thierry als Antwort auf die GmbH light sogar eine GmbH zero. Das würde bedeuten, man benötige kein Stammkapital zur Gründung und somit gäbe es auch keine Sicherheit im Falle einer Insolvenz, so der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Philipp Schrangl.

"Der Herr Thierry tut ja fast so, als gäbe es in Österreich keine Personengesellschaften und somit keine Alternative zu GmbHs. Aber eine GmbH ist nicht nur mit Vorteilen verbunden und daher auch nicht für jeden erstrebenswert. Im Gegensatz zu Personengesellschaften, die Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind, müssen Kapitalgesellschaften eine doppelte Buchhaltung führen und jedes Jahr fristgerecht einen Jahresabschluss zum Firmenbuch einbringen. Das ist mit erhöhtem Aufwand und mit Mehrkosten verbunden. Auch ist allein die Haftungsfrage, bei Personengesellschaften haftet der Unternehmer persönlich unbegrenzt, bei der GmbH nur mit der Höhe der Stammeinlage, eine zu oberflächliche Betrachtung. Keine Bank gibt GmbH-Gesellschaftern so einfach einen Kredit ohne persönliche Haftung oder Sicherheiten. An der Kapitalisierung ändert sich daher auch bei einer niedrigeren Stammeinlage nichts!", so Schrangl weiter.

Laut Statistik Austria sind mehr als die Hälfte der über 600.000 österreichischen Unternehmen Ein-Personen-Gesellschaften, die das Geld, das sie einnehmen, zur Bestreitung der immer höher werdenden Kosten des täglichen Lebens brauchen. Kapitalgesellschaften würden auch steuerlich erst Sinn ab einem jährlichen Gewinn von zumindest 100.000 Euro machen. Die Ausschüttung von Gewinnen, die ein Unternehmer ja zum Leben brauche, sei quasi unabhängig von der Höhe der Ausschüttung mit einer Flat-Tax von 43,75 % behaftet, wendet Schrangl weiter ein und meint: "Solange das Stammkapital nur vor der Gründung für eine Bankbestätigung nach § 10 Abs 3 GmbH-Gesetz wirklich vorhanden sein muss, wird sich auch zugunsten des Gläubigerschutzes nichts ändern. Es gilt Alternativen anzudenken. Entscheidend wird sein, dass im Falle eines Insolvenzverfahrens zumindest ein kostendeckendes Vermögen vorhanden sein muss. Dann gibt es wenigstens einen Insolvenzverwalter der sich die Sache, im Sinne des Gläubigerschutzes, genauer ansieht ", so Schrangl abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007