Grüne-Johann: "Mölltaler Gletscher bei Holub in guten Händen"

Skiprojekt am Mölltaler Gletscher: Gipfelgespräch mit Naturschutzbeirat am Montag.

Klagenfurt (OTS) - "Der Mölltaler Gletscher ist bei LR Rolf Holub in besten Händen", erklärt Grünen-LAbg. DI Michael Johann und sagt:
"Während der Bau eines Hotels mit dem Naturschutzgesetz vereinbar erscheint, ist es der Bau einer Schiabfahrt mit Sicherheit nicht." LR Holub hat ein Gipfelgespräch mit dem Naturschutzbeirat für Montag einberufen, zu dem auch der Investor Schultz eingeladen wurde.

"Kärnten ist keine Bananenrepublik, wo man sich Gesetze und Genehmigungen kaufen kann", ist Johann empört und meint weiter:
"Naturschutzbestimmungen, die für jeden kleinen Bauern gelten, müssen auch Bestand haben, wenn ein reicher Investor kommt. Wenn hier ein Präjudiz geschaffen wird, dann ist absehbar, dass es in Zukunft weitere Forderungen geben wird, Naturschutzgebiete aufzuheben."

"Der Vorschlag eines Abtauschs von einem Quadratmeter Naturschutz gegen drei Quadratmeter Ersatzflächen ist mehr als fragwürdig, schließlich kann man den vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Tieren nicht vorschreiben, auf welcher Fläche sie zu wachsen bzw. zu leben haben", so Johann. "Denjenigen, die meinen, ein Naturschutzgebiet sei einfach so austauschbar, übersehen Wesentliches: Im Naturschutz geht es nicht um die Anzahl der Quadratmeter geschützter Fläche, sondern um den ökologischen Wert des Schutzgutes. Das Naturschutzgebiet Kleinfragant wurde ausgewiesen, weil dort bestimmte Pflanzen- und Tierarten, bestimmte Pflanzengesellschaften vorkommen, die anderswo inzwischen selten geworden sind. Die Zerstörung durch eine Schipiste würde einen irreversiblen Schaden anrichten. Wer das nicht glaubt, soll sich - im Sommer(!)- die massiven Geländeveränderungen anschauen, die beim neugebauten Lift auf das Alteck entstanden sind."

"Wirtschaftliche Impulse für die Region sind natürlich wichtig. Ein Raubbau an der Natur kann aber nicht wirtschaftlich sein, schließlich suchen auch Touristen Rückzugsorte in der unberührten Natur. Nachhaltiger, sanfter Tourismus schafft genauso wirtschaftliche Impulse und schafft ebenfalls Arbeitsplätze", schließt Johann.

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