Genmais: Strache kritisiert EU-Kniefall vor der Pharmalobby

Wien (OTS) - Wie befürchtet kam es gestern in Brüssel nicht zur nötigen Stimmenzahl für die Ablehnung der Zulassung des Genmais Pioneer 1507. 19 Mitgliedstaaten haben sich gegen den Mais ausgesprochen, 4 waren dafür und weitere 4 haben sich der Stimme enthalten. Damit geht die Entscheidung weiter an die EU-Kommission. Es ist kein Geheimnis, dass die Kommission sich für die Zulassung aussprechen wird. Enttäuscht von dem Ergebnis zeigt sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache, der darin wieder einmal einen weiteren Beweis sieht, "wie die EU am Gängelband der Pharmalobby und der Agrarkonzerne hängt".

Eine Sicherheitsbewertung, die dem Genmais attestiert, angeblich keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier oder Umwelt zu haben, wird von aktuellen Studien stark und mehrfach angezweifelt. Der Genmais Pioneer 1507 bildet in allen Pflanzenteilen ein Insektizid, welches nicht nur den Schädlingen wie den Maiszünsler vernichtet, sondern auch für nützliche Insekten zur Todesfalle werden kann. Vor allem in seinen Pollen ist die Konzentration des giftigen Insektizids 300 mal höher als im Genmais Mon810. Auch wenn die nationalen Gesetze Österreichs den Gen-Anbau verbieten, so werden die Pollen sicher keinen Halt vor den Grenzen Österreichs machen.

Ein regelrechtes Horrorszenario befürchtet Strache, wenn sich der Europäische Gerichtshof früher oder später aus Wettbewerbsgründen über das nationale Recht hinwegsetzt und die Zulassung des umstrittenen Genmais europaweit erlaubt. Da bei der gestrigen Abstimmung die qualifizierte Mehrheit nicht erreicht wurde, werden von den EU-Entscheidungsträgern die Gegenstimmen von 19 Mitgliedsstaaten schlichtweg ignoriert und es wird dem Wunsch der Pharmaindustrie nachgegeben. "Dies entspricht einem Kniefall der EU vor Pioneer, Monsanto und Co.", kritisiert Jannach abschließend.

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