KV-Verhandlungen: Privatkliniken fordern Rückkehr an Verhandlungstisch

Arbeitgeber setzen neue Impulse für Lehrlinge und ältere Arbeitnehmer - Haltung der Gewerkschaft nicht nachvollziehbar.

Wien (OTS) - Von Seiten der Privatkliniken herrscht Unverständnis für das Verhalten der Gewerkschaft vida, die den Verhandlungstisch heute bereits nach 8 Minuten verließ. Das Einstiegsangebot der Privatkliniken am heutigen Verhandlungstag von +2% ermöglicht unter Berücksichtigung der ebenfalls im KV festgelegten Gehaltssprünge eine jährliche Erhöhung von rund +3,0%. Die Privatkliniken bieten proaktiv Verbesserungen in gesellschaftlichen Zukunftsthemen: Eine Integration der Lehrlingsentschädigung in den KV sowie neue Impulse und flexible Lösungen für die Gruppe der älteren Arbeitnehmer. "Der KV regelt Mindeststandards. Wir hingegen schaffen Arbeitsplätze und ein erstklassiges Umfeld mit Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten und leistungsbezogener Entlohnung", so Mag. Werner Fischl, Verhandlungsleiter der Privatkliniken und Vizepräsident des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs.

Jährliche Gehaltssprünge müssen berücksichtigt werden.

"Wir fordern die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und gemeinsam mit uns eine faire Einigung zu finden, die die Möglichkeiten und wirtschaftlichen Grenzen aller einbezieht", so Mag. Werner Fischl, Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite. Die Gehälter aller Mitarbeiter werden in privaten Krankenanstalten jedes zweite Jahr automatisch erhöht. Diese im KV festgeschriebenen Gehaltssprünge bedeuten - je nach Verwendungsgruppe - jährlich einen Gehaltszuwachs von rund +1%. "Das darf auch die Gewerkschaft nicht einfach unter den Tisch fallen lassen", so Mag. Fischl. "Gemeinsam mit dem Angebot von +2% KV-Erhöhung liegen wir damit klar über der Teuerungsrate. Der Kollektivvertrag regelt die arbeitsrechtlichen Mindeststandards, die für die gesamte Branche gelten. In vielen Betrieben sind aber Überzahlungen der kollektivvertraglichen Mindestgehälter üblich. Darüber hinaus bieten wir eine ganze Menge freiwilliger Leistungen und Anreize für unsere Mitarbeiter. Österreichs Privatkliniken sind ein verlässlicher Arbeitgeber in einer krisensicheren Branche."

Altersgerechtes Arbeiten, flexible Modelle - Gewerkschaft wenig interessiert

Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und -freude älterer Mitarbeiter ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema, das die Privatkliniken auch im Rahmen der KV-Gespräche aufgegriffen haben:
"Wir sind sicher, älteren Arbeitnehmern mit flexiblen Modellen am besten gerecht zu werden. Die Lösungen sollen so individuell sein, wie die Menschen auch. Dazu haben wir konstruktive Vorschläge eingebracht", so Mag. Werner Fischl.

Arbeitsplätze für Junge: Lehrlingsentschädigung erstmals im KV festgehalten

Die Situation der jüngsten Arbeitnehmer ist ebenso ein Kernthema der Kliniken. "Während in anderen Branchen Arbeitsplätze abgebaut werden, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, dass in Österreichs Privatkliniken zunehmend mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist auch eine Chance für die Jungen", so Mag. Werner Fischl. Dem soll nun durch die Verankerung der Lehrlingsentschädigung im KV Rechnung getragen werden, die im Vergleich der Berufe im oberen Drittel liegt:
1. Lehrjahr: 591,00 Euro, 2. Lehrjahr: 659,00 Euro, 3. Lehrjahr:
791,00 Euro. Bisher gibt es zu diesem Thema seitens der Gewerkschaft weder Zustimmung noch einen Gegenvorschlag. "Die Gewerkschaft scheint nur mäßig daran interessiert zu sein, neue Wege für Lehrlinge oder ältere Arbeitnehmer zu beschreiten, dieses Verhalten verstehen wir nicht."

"Die Arbeitgeber schätzen ihre Mitarbeiter und deren Leistungen und sind an einem raschen, fairen Abschluss in hohem Maße interessiert. Wir fordern daher die Gewerkschaft nochmals auf, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren", so Mag. Werner Fischl.

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