- 11.02.2014, 09:48:39
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VIER PFOTEN deckt auf: Qualitätspelz bei Burberry Mogelpackung
Tierquälerei anstatt hoher Tierschutzstandards beim finnischen Hauptlieferanten

Utl.: Tierquälerei anstatt hoher Tierschutzstandards beim finnischen
Hauptlieferanten =
Wien (OTS) - Aktuelles Bildmaterial (Winter 2013) belegt
tierquälerische Zustände in skandinavischen Pelztierfarmen. Es
handelt sich dabei um Fuchsfarmen, die das finnische
Pelz-Auktionshaus Saga Furs beliefern. Modeunternehmen wie Burberry
brüsten sich damit, Pelze nur von Saga zertifizierten Farmen zu
beziehen, die angeblich höchsten Tierschutzstandards unterliegen
sollen. Das Bildmaterial beweist das Gegenteil!
Die Aufnahmen stammen aus finnischen Fuchsfarmen und dokumentieren
erschreckende Zustände, die sich in keiner Weise von anderen Farmen
unterscheiden. Die Tiere kauern auf weniger als einem Quadratmeter
Drahtgitterkäfig. Zahlreiche Tiere sind krank: Viele Polarfüchse sind
extrem verfettet und können sich kaum bewegen, etliche haben
entzündete Augen. Manchen Tieren fehlt der Schwanz, was auf
Kannibalismus hindeutet. Unter den Käfigreihen, in denen die
geruchsempfindlichen Tiere vegetieren, türmen sich Berge stinkender
Exkremente.
"Die dokumentierten Haltungsbedingungen auf Saga zertifizierten
Farmen sind ebenso grausam wie auf konventionellen Pelzfarmen. Kein
Wunder, denn die Farmzertifizierung von Saga Furs basiert auf völlig
unzureichenden Minimalvorgaben des Europarates, welche die
Tierquälerei in winzigen Gitterkäfigen erlaubt. Ihre Einhaltung ist
in Europa eine Selbstverständlichkeit und kein Qualitätsmerkmal",
erklärt Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN. "Die aktuell
dokumentierten Haltungsbedingungen zeigen, dass nicht einmal diese
Minimalvorgaben auf allen Farmen eingehalten werden. So steht etwa
Rotfüchsen kein abgeteilter Bereich mit festen Wänden zur Verfügung".
Burberry bewirbt seine Pelzprodukte als ethisch korrekt und aus
einer Herkunft mit hohen Tierschutzstandards. Aus Sicht von VIER
PFOTEN ist dies eine Täuschung der Konsumenten, denn die Aufnahmen
zeigen deutlich, dass es tierschutzgerecht produzierten Pelz nicht
gibt. "Es handelt sich um eine völlig haltlose Marketingstrategie der
Pelzbranche, welche die grausame Farmhaltung als guten Standard
anpreist. Wenn Burberry den eigenen ethischen Ansprüchen im
Tierschutz wirklich genügen will, muss das Unternehmen aus dem
Geschäft mit Echtpelz aussteigen", fordert Pietsch. Auf der neuen
Protestseite von VIER PFOTEN unter www.pelz-frei.org /
www.befurfree.org kann man Burberry auffordern, keinen Echtpelz mehr
zu verwenden.
Wie verbreitet Defizite bei finnischen Pelzfarmen sind, belegen
auch offizielle Kontrollen. Bei jährlichen Tierschutzinspektionen
zwischen 2010 und 2012 durch die zuständige Behörde EVIRA (Finnish
Food Safety Authority) wurden zwischen 50 und gut 60 Prozent der
Pelzfarmen wegen Tierschutzmängeln beanstandet. Im gleichen Zeitraum
stieg die Anzahl der nach Saga Furs zertifizierten Farmen von über 60
auf circa 80 Prozent (im Oktober 2013 circa 90 Prozent). Diese Zahlen
machen deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt und dass
eine Zertifizierung offenbar nicht einmal die Einhaltung der
geltenden Mindestvorgaben garantiert", kritisiert Pietsch.
Das Tragen von Echtpelz wird bereits seit Jahrzehnten heftig
kritisiert. Dass diese Kritik nichts an Aktualität eingebüßt hat,
zeigen Umfragen von VIER PFOTEN in Österreich (März 2013) und
Großbritannien (Januar 2014). Diese belegen, dass ein Großteil der
Menschen Pelzprodukte ablehnt und sie für nicht mehr zeitgemäß hält.
Modeunternehmen, die keinen Pelz verwenden, erzielen dagegen bei
einer Mehrheit der Menschen Imagegewinne und werden von den
Konsumenten vorgezogen. Knapp drei Viertel der befragten Briten hält
die Nutzung von Tieren zur Gewinnung von Pelz für die Modeindustrie
für falsch, 80% der Befragten in Österreich würden pelzfreie
Geschäfte gegenüber anderen Unternehmen vorziehen.
Kritisch sieht VIER PFOTEN hingegen, dass in der britischen
Umfrage lediglich 58% der Befragten in der Altersgruppe zwischen 18
und 24 Jahren die Nutzung von Tierpelz in der Mode strikt ablehnen.
"Es besteht bei der Aufklärungsarbeit definitiv Handlungsbedarf, um
wieder ein verstärktes Bewusstsein zu schaffen, wie viel Tierleid
hinter der Pelzmode steckt und dass Pelz vorwiegend als Accessoire
Verwendung findet", so Thomas Pietsch. Außerdem haben VIER PFOTEN
Straßenbefragungen in Wien, Berlin und Zürich erst vor kurzem
ergeben, dass viele junge Menschen nichts gegen Pelz in Form von
Accessoires haben.
Foto & Videomaterial Links:
Fotos: https://ftp.vier-pfoten.org/?u=Ko1VGTMU&p=dQPWYHot
Saga Furs / Youtube Video: http://youtu.be/yGkopsiqFMc
Saga Shortfilm (Hd-Res, YouTube-Res + Clean Feed in HD):
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=OPiXmOUl&p=aY2p2hbN
Rohschnitt, Farmen mit Saga Bezug:
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=QfRBTC3d&p=aPvWcnvz
Rohschnitt, Farmen ohne Saga Bezug:
https://ftp.vier-pfoten.org/?u=ULS8nU26&p=mq875E2V
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