"Orientierung" am 9. Februar: Bürgerkrieg 1934 - Der "Februar-Aufstand" und die katholische Kirche

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 9. Februar 2014, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Offene Wunden: "Missbraucht" - die Leidensgeschichte eines Betroffenen

Mit massiver Kritik am Vatikan hat dieser Tage der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes aufhorchen lassen. Der Tenor: Der Vatikan verweigere die Auskunft über das genaue Ausmaß von sexuellem Missbrauch in den Reihen der katholischen Kirche, verdächtige Geistliche würden oft nur versetzt, Missbrauchsvorwürfe würden verschleiert. Der aktuelle "Orientierung"-Beitrag beschäftigt sich mit dem Schicksal eines Betroffenen: Alexander B. aus der Steiermark. Als Internatsschüler kam er vor 45 Jahren - damals war er 12 - ins Juvenat der Barmherzigen Brüder in Graz-Eggenberg. Von einem Pater, der mittlerweile gestorben ist, wurde er dort über Jahre hinweg immer wieder sexuell missbraucht. Jahrzehntelang hat Alexander B. geschwiegen, dann hat er sich der Klasnic-Kommission anvertraut, erhielt eine finanzielle Zuwendung - als Geste der Anerkennung für das erlittene Leid. Heute, als 57-Jähriger, versucht er mit Hilfe einer Psychotherapeutin mit den traumatisierenden Erlebnissen von damals zurechtzukommen. Ein Bericht von Brigitte Wojta.

Bürgerkrieg 1934: Der "Februar-Aufstand" und die katholische Kirche

Es war der 12. Februar 1934, als sich Sozialdemokraten in ihrer Parteizentrale in Linz, im Hotel Schiff, gewaltsam gegen eine Hausdurchsuchung der Polizei zur Wehr setzten. Mit diesem Kampf gegen staatliche Willkür begann ein vier Tage währender Bürgerkrieg: Im Auftrag der autoritären Dollfuß-Regierung gingen Bundesheer und Polizei gegen Aufständische vor. Die blutige Bilanz: mehr als 300 Tote. Des Wohlwollens der katholischen Kirche hatte sich Dollfuß schon Monate zuvor versichert - und diese engen "Bande" hielten auch in diesen Februartagen des Jahres 1934. Ein Beitrag von Klaus Ther.

Der ORF erinnert mit einem Programmschwerpunkt in ORF 2, ORF III, 3sat, den ORF-Radios und dem ORF.at-Netzwerk an die Schicksalstage der österreichischen Geschichte im Februar 1934. Nähere Informationen zum ORF-Zeitgeschichteschwerpunkt sind unter presse.ORF.at abrufbar.

Der Unbegreifbare: Erinnerungen an den Schriftsteller Thomas Bernhard

Es ist eine ungewöhnliche Annäherung, die die junge Germanistin Veronika Puttinger an das Werk des bedeutenden Schriftstellers Thomas Bernhard gewagt hat: Sie hat sich nicht nur mit dem "offen artikulierten Zorn" Bernhards gegenüber der katholischen Kirche beschäftigt, sondern auch mit seiner frühen lyrischen Phase, "wo sich ein leidendes, lyrisches Ich an ein Du, an einen Gott wendet, ihn anfleht und Hilfe von ihm erbittet." Teils überraschende Einsichten vermittelt der aktuelle "Orientierung"-Beitrag anlässlich der 25. Wiederkehr des Todestages (12. Februar) von Thomas Bernhard. Brigitte Wojta berichtet.

Zum 25. Todestag gedenkt die "matinee" am Sonntag, dem 9. Februar 2014, um 9.50 Uhr des ebenso streitbaren wie genialen österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard mit dem von Krista Fleischmann gestalteten Porträt "Das war Thomas Bernhard". 3sat zeigt die Dokumentation am Sonntag, dem 16. Februar, um 12.00 Uhr.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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