Schnee-Einsatz des Bundesheeres - Bereit für neue Assistenzaufträge

Hubschrauberflüge laufen über das Wochenende weiter.

Wien (OTS/BMLVS) - Nach mehrtägiger Hilfeleistung an der Seite der zivilen Einsatzkräfte konnte das Bundesheer den Großteil der bisherigen Assistenzanforderungen der Behörden erfüllen. In Tirol werden über das Wochenende weiterhin Erkundungsflüge mit den Lawinenkommissionen durchgeführt.

Der Großteil der Soldatinnen und Soldaten kehrt in die Kasernen zurück; in den Einsatzgebieten bleiben weiterhin Hubschrauber und schweres Gerät. Das Bundesheer steht für weitere Einsätze zur Verfügung, nachdem für das Wochenende wieder Schneefälle prognostiziert werden.

In Kärnten werden über das Wochenende 150 Soldaten zum sofortigen Einsatz bereitgehalten. Dazu können zwei Lawineneinsatzzüge in Spittal an der Drau und Klagenfurt sowie ein Assistenzkompanie des Führungsunterstützungsbataillons in Villach als Verstärkung alarmiert werden. In Tirol befinden sich ein Lawineneinsatzzug und ein Assistenzzug, rund 100 Mann, in Lienz in Bereitschaft. Zusätzlich bleiben die Einsatzstäbe der Militärkommanden Kärnten und Tirol weiterhin aktiv.

Bei Bedarf können die Assistenzkräfte des Bundesheeres rasch auf mehr als 4.000 Mann aufgestockt werden. Zusätzlich steht noch weiteres schweres Gerät in den Garnisonen bereit. Vor allem die Pionierbataillone in Melk, Villach und Salzburg, die Militärkommanden, die Truppenübungsplätze und die ABC-Abwehrkompanien in Graz, Wien, Linz-Hörsching und Absam verfügen über schweres Gerät für Assistenzleistungen. So könnte das Bundesheer bei Bedarf rund 130 Kipper, 30 davon besonders geländegängig, einsetzen. Zum Beladen dieser LKW stehen 35 Bagger und Radlader zur Verfügung.

In Ortschaften, in denen die Bebauung den Einsatz großer Baumaschinen nicht zulässt, können die Pioniere mit ihren kleinen Kompaktladern und Muldenkippern arbeiten. Diese Geräte haben sich bereits im Hochwassereinsatz, beispielsweise im vergangenen Jahr in Niederösterreich, bestens bewährt. Insgesamt stehen derzeit 13 Systeme zum sofortigen Einsatz bereit.

Die Luftstreitkräfte halten weiterhin je drei Hubschrauber in Kötschach-Mauten und Lienz bereit. Die Hubschrauber führen Erkundungs- und Transportflüge durch und unterstützen bei Lawinensprengungen. Außerdem nützen die Hubschrauber ihren so genannten "Downwash" um Bäume und Leitungen von der Schneelast zu befreien. Dadurch wird beispielsweise die Gefahr umgestürzter Bäume entlang von Bahnlinien und Straßen minimiert.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
presse@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0002