BZÖ-Arbeitnehmer präsentierten heute eine provokante Kampagne für die Arbeiterkammer-Wahl 2014

Zeit für Klartext! Die Liste 2 der AK-Wahl bietet mit konstruktiven Vorschlägen einen Kurswechsel an.

Klagenfurt (OTS) - Ein "Programm mit revolutionären Ideen" präsentierten heute der Kärntner BZÖ-Arbeitnehmer Obmann und Spitzenkandidat für die AK-Wahl Klaus Kotschnig und Kabeg-Betriebsrat Clemens Costisella im Rahmen einer Pressekonferenz. "Uns geht es um Inhalte und Ideen. Wir werden nichts versprechen sondern Lösungen bringen", so Kotschnig. Es sei wichtig, endlich jene Dinge beim Namen zu nennen, die sämtliche Arbeitnehmer tatsächlich belasten.

Die Liste 2 der AK-Wahl 2014 startet dieses Wochenende mit einer flächendeckenden Plakatkampagne in Kärnten. Auf Werbeartikel wie Feuerzeuge und Kulis wurde gänzlich verzichtet."Die Bürger haben die Nase voll von Geschenken und leeren Versprechen", argumentiert Kotschnig den Verzicht auf Werbemittel. "Von uns gibt es nur eines:
KLARTEXT", so auch das Metathema der Kampagne.

Plakat #1 - Die AK hätte die Macht, nutzen wir sie!:
Einer der zentralen Vorschläge ist es, die AK zum Chefverhandler zu machen: "Wir sehen nicht ein, dass nur Konzerne und Firmen aufgrund Ihrer Größe billigere Preise in den Bereichen Wärme, Energie und Treibstoffe erhalten. Arbeitnehmer haben immer das Nachsehen. In Wahrheit stellen jedoch alle Arbeitnehmer den größten Kunden dar. Die AK soll daher zum Chefverhandler ausgebaut werden", so Kotschnig.

Plakat #2 - "Monopoly" Finanzsystem:
Nur wenn Menschen das Problem erkennen und verstehen, kann es zu einer Veränderung des derzeitigen Finanzsystems kommen. Diese Systeme sind wie ein Monopoly-Spiel aufgebaut. "All das habe ich auch bereits mit Landesschulrats-präsidenten Altersberger besprochen. Mir wurde die Zusage gegeben, dass entsprechende Aufklärung in Schulen erfolgen wird." Geschehen ist bisher aber nichts. Kotschnig fordert daher eine Stellungnahme von Altersberger.

Um dies zu unterstreichen, präsentierte Kotschnig ein Youtubevideo, in dem Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber erklärt, wie unser Finanzsystem bzw. ein Ponzischema funktioniert. Kotschnig dazu: "Ein Ponzischema ist ein Schneeballsystem und das ist nichts anderes als ein Pyramidenspiel. Diese sind bei uns jedoch laut § 168a im Strafgesetz verboten!"

Kotschnig fordert somit auch Herrn Professor Haber um eine Stellungnahme. Die Nationalbank soll sich, wenn Sie den Mut aufbringt, einer öffentlichen Diskussion stellen."Genau aus diesem Grund haben wir dieses Thema kärntenweit auf Plakate drucken lassen. Keiner kann sagen, wir haben von nichts gewusst", so Kotschnig, der massive Kritik daran übte, dass die Arbeitnehmer für ein gigantisches Pyramidenspiel bezahlen sollen und keiner den Mut hat, hier Klartext zu reden.

"Die Geschichte hat gezeigt, dass in der Vergangenheit am Höhepunkt von Krisen leider nicht die auslösenden Systeme verändert wurden, sondern stets nur ein Schuldiger gesucht wurde. Das ist die große Gefahr unserer Generation. Lernen Sie Geschichte", sagt Kotschnig, der sich bereits auf die Diskussionsrunden mit Günther Goach freut.

Plakat #3 - Inflations-Ver/berechnung:
"Der Warenkorb muss verstärkt neben Energie, Wärme und Treibstoffe, die Waren des täglichen Bedarfs der Bevölkerung darstellen. Dabei müssen Flugreisen, Elektronikgeräte und dergleichen in diesem Warenkorb dem entsprechenden Kauf- und Nutzungsverhalten der Kunden angepasst werden", verlangt Kotschnig. Dies soll eine lebensnähere Berechnung für die -von vielen gefühlte höhere- Inflation ermöglichen.

Weitere Forderungen stellt Kabeg-Betriebsrat Clemens Costisella im Bereich Transparenz der Kostenaufstellung für zu Pflegende und deren Angehörige. "Es muss nachvollzogen werden können, wie viel Geld für Personalkosten, Pflegehilfsmittel, Essens- und Verwaltungskosten aufgewendet wird. Pflege darf kein Luxus, sondern muss ein Grundrecht sein! Es kann nicht sein, dass die zu Pflegenden hohe Kosten haben, die Einrichtungen hohe Förderungen bekommen und das Personal unterbesetzt ist und unterbezahlt wird. Wohin verschwindet das Geld?", fragt sich Costisella.

Die AK hat weiters einen Bildungsauftrag im Bereich Arbeitsrecht zu erfüllen: "Derzeit verlassen Jugendliche die Pflichtschule ohne entsprechendes Wissen was Mehrarbeitsstunden, Kollektivverträge, Werksverträge oder Dienstverträge sind und starten ins Berufsleben", warnt Costisella.

Der letzte Vorschlag betrifft öffentlich geförderte Medien:
"Wir fordern im Interesse der Pressefreiheit und im Sinne offen informierter Arbeitnehmer, eine prozentuelle Öffnung aller öffentlich geförderten Medien. Dazu soll ein Gremium eingerichtet werden. An dieses Gremium sollen Leserbriefe und Berichte von Bürgerinitiativen, kleinen Parteien und Einzelpersonen gerichtet werden. Mindestens einmal im Monat sollen dann die Medien die vom Gremium ausgewählten Berichte veröffentlichen müssen", so Kotschnig, der auch die Ansicht vertritt, dass es auch dem ORF nicht schaden würde, wenn einmal im Monat jene, die weder Geld noch Lobby aber gute Ideen haben, 5 Minuten TV und Radiozeit bekommen müssen.

Am Ende hielt Kotschnig noch fest, dass die Mitarbeiter, Rechtsanwälte und Berater in der AK eine tolle Arbeit machen. "Daran soll und wird sich nichts ändern. Was sich ändern soll, ist die Richtung denn nur diese wird im März gewählt. Wir wollen einen Kurswechsel in der AK. Die FSG ist zu sehr mit der Bundesregierung verbunden und deren Inhalte werden mittlerweile von immer weniger Menschen gewollt. Wir wollen die Macht der AK im Interesse der Arbeitnehmer positiv nutzen!", so Kotschnig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweise:
Klaus Kotschnig
0664/537 55 47

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