ORF III am Wochenende: "Der Untergang der Sowjetunion" und "Erlebnis Bühne" mit Jacques Offenbach und Anna Netrebko

Außerdem: "Sinowatz - Der Mann, der nicht Kanzler werden wollte"

Wien (OTS) - ORF III setzt am Wochenende seinen Russland-Schwerpunkt anlässlich der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi fort und widmet sich am Samstag, dem 8. Februar 2014, im Rahmen der "zeit.geschichte"-Leiste wieder dem "Untergang der Sowjetunion". Der preisgekrönte Sechsteiler, der vergangene Woche mit den ersten drei Folgen startete, erzählt die Geschichte des Zerfalls der Sowjetdiktatur aus der Innensicht, zu Wort kommen einfache Arbeiter genauso wie ehemalige Mitglieder der Kommunistischen Partei oder Mitarbeiter des Geheimdienstes KGB. Die Folgen vier bis sechs behandeln die letzten Jahre bis zum Auseinanderbrechen des Ostblocks:
"Aufbruch (1988)" um 20.15 Uhr, "Rebellion (1989)" um 21.10 Uhr und "Kollaps (1990-1991)" um 22.05 Uhr.
Um 23.00 Uhr zeigt ORF III das Porträt "Sinowatz - Der Mann, der nicht Kanzler werden wollte". Altkanzler Fred Sinowatz wäre am 5. Februar 85 Jahre alt geworden.

Am Sonntag, dem 9. Februar, präsentiert "Erlebnis Bühne" einen Abend mit Jacques Offenbach. Zur Einstimmung steht bereits um 18.55 Uhr mit der Übertragung des "Red Ribbon Celebration Concert" des vergangenen Jahres ein musikalisches Kontrastprogramm auf dem ORF-Spielplan, bei dem u. a. Anna Netrebko auftritt. Die russische Diva ist dann auch um 20.15 Uhr in einer Aufzeichnung von "Les Contes d'Hoffmann" von Jacques Offenbach aus der New Yorker Metropolitan Opera aus dem Jahr 2009 zu sehen. Den Abschluss des Opernabends macht um 23.05 Uhr Offenbachs Operette "Die schöne Helena" in einer Aufführung aus dem Jahr 1974.

Die Sendungen im Überblick:

Samstag, 8. Februar: "zeit.geschichte" mit "Der Untergang der Sowjetunion" (Teile vier bis sechs, ab 20.15 Uhr)

ORF III setzt sich anlässlich der Olympischen Spielen in Sotschi im Rahmen eines umfassenden Russland-Schwerpunkts kritisch mit Land und Gesellschaft auseinander. Die Folgen vier bis sechs der mehrfach preisgekrönten sechsteiligen Dokumentarreihe "Der Untergang der Sowjetunion" behandeln die Jahre 1988 bis 1991. Um 20.15 Uhr zeigt die vierte Folge "Aufbruch (1988)" die Wirkungen von Glasnost und Perestroika: Neue Zeitungen werden gegründet, eine Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit beginnt, das ganze Land macht von der neuen Meinungsfreiheit Gebrauch. Gleichzeitig verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation weiter und es kommt zu ersten ethnischen Auseinandersetzungen zwischen den sowjetischen Republiken.

"Rebellion (1989)" behandelt um 21.10 Uhr jenes Jahr, das die Weltordnung komplett veränderte. Während die UdSSR, Polen und Ungarn mit freien Wahlen den Übergang zur Demokratie wagen, halten die Regierungskader anderer Ostblockländer an ihrer Macht fest. Im Herbst 1989 jedoch werden auch sie eines nach dem anderen von einer Welle von Revolutionen überrollt, die die kommunistischen Regierungen zum Rücktritt zwingen.

Die letzte Folge beleuchtet um 22.05 Uhr den "Kollaps (1990-1991)" der Sowjetunion. Michail Gorbatschow wird von den zunehmenden Unruhen in seinem Land erdrückt. Nach einem missglückten Putschversuch im Sommer 1991 übernimmt sein Rivale Boris Jelzin die Zügel. Am 25. Dezember 1991 schließlich kündigt Gorbatschow in einer Fernsehansprache seinen Rücktritt als Präsident der UdSSR an und besiegelt damit die Auflösung der einstigen Weltmacht.

"zeit.geschichte: Sinowatz - Der Mann, der nicht Kanzler werden wollte" (23.00 Uhr)

Am 5. Februar wäre Fred Sinowatz 85 Jahre alt geworden. Das von Andreas Novak gestaltete Porträt "Sinowatz - Der Mann, der nicht Kanzler werden wollte" über den 2008 verstorbenen Sozialdemokraten beleuchtet, wie Sinowatz nach seiner politischen Karriere als Unterrichtsminister im Kabinett Bruno Kreiskys 1983 überraschend und auch widerstrebend Bundeskanzler wurde. In seine Amtszeit fielen die innenpolitische Krise um die Besetzung der Hainburger Au, der AKH-und der Glykolwein-Skandal und die Waldheim-Affäre.

Sonntag, 9. Februar: Ein "Erlebnis Bühne"-Abend mit Jacques Offenbach und Anna Netrebko: "Red Ribbon Celebration Concert" und "Les Contes d'Hoffmann", außerdem "Die schöne Helena"

"Erlebnis Bühne" startet um 18.55 Uhr mit dem "Red Ribbon Celebration Concert" in den Opernabend, einem Galaabend zugunsten Betroffener von HIV und Aids, der am Vorabend des Life Ball 2013, am 24. Mai, im Wiener Burgtheater stattfand. Anna Netrebko, Elisabeth Kulman, Erwin Schrott, René Pape, Piotr Beczala, Ildebrando D'Arcangelo u. a. stellten sich in den Dienst einer guten Sache. Zu den musikalischen Highlights des Abends gehören die Höhepunkte aus Bizets "Carmen", Mozarts "Don Giovanni", Dvoraks "Rusalka" und Tschaikowskis "Der Nussknacker".

Anna Netrebko ist auch um 20.15 Uhr zu sehen, in "Les Contes d'Hoffmann" in einer Aufführung der New Yorker Metropolitan Opera aus dem Jahr 2009 unter der musikalischen Leitung von James Levine. Neben Anna Netrebko singen Kathleen Kim, Ekaterina Gubanova, Kate Lindsey, Joseph Calleja und Alan Held.

Mit Jacques Offenbach geht es um 23.05 Uhr weiter. In der Operette "Die schöne Helena" bedient sich der Komponist eines Motivs der griechischen Mythologie, um die gegenwärtige Gesellschaft und Politik zu karikieren. In der Aufführung aus dem Jahr 1974 sind Anna Moffo, Harald Serafin, Ivan Rebroff, Josef Meinrad, René Kollo und das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart zu hören. Es dirigierte Franz Allers.

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