Schennach: Fact Finding Mission in syrischen Flüchtlingslagern in der Türkei

Wien (OTS/SK) - Gemeinsam mit italienischen Parlamentariern führt SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach ab heute eine sogenannte Fact Finding Mission, also eine Untersuchung, in syrischen Flüchtlingslagern an der türkisch-syrischen Grenze durch. Hintergrund für die Mission ist die Untersuchung der Zustände der Lager, insbesondere für Mädchen und Frauen. "Wir wollen klare Fakten, um die Opfer des Krieges bestmöglich zu unterstützen", so Schennach, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der parlamentarischen Versammlung der Union für das Mittelmeer vor Ort ist. ****

Für Schennach ist insbesondere das Leid vieler Mädchen und Frauen in den Flüchtlingslagern in Jordanien zu verurteilen. "Vergewaltigungen, erzwungene Prostitution, islamische Vergnügungsehen, Heiratsmarkt ab dem 12. Lebensjahr oder Lagerbordelle - dieser Verfolgung, Demütigung und diesem Menschenhandel muss ein Ende gesetzt werden", sagt Schennach. In Frage stellt Schennach die Rolle der UN-Einrichtungen und kritisiert: "Die UN-Einrichtungen sind praktisch nur Rezeptionisten der Lager, in die Tiefe der Lager gehen sie nicht hinein und überlassen de facto den Banditen die innere Lagerführung."

Schennach und seine italienische Kollegin untersuchen nun die Situation in den türkischen Lagern, die sich diesbezüglich von jordanische unterscheiden dürften. "Trotzdem wollen wir herausfinden, warum rund 250.000 syrische Flüchtlinge aus der Türkei wieder nach Syrien gegangen sind." Insbesondere richtet Schennach dabei das Hauptaugenmerk auf illegale Zwangsrekrutierungen.

Die Union für das Mittelmeer (UfM) wird sich in ihrer Plenartagung am Samstag und Sonntag in Jordanien mit der Lage der syrischen Flüchtlinge auseinandersetzen und weitere Schritte beschließen. (Schluss) bj/rm/mp

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