AK Inserate-Auswertung: Abzocke mit ungerechtfertigten Aufschlägen bei Altbau-Mietwohnungen!

Wien (OTS) - Befristete Altbau-Mietwohnungen sind um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt: Das zeigt eine AK Auswertung von 150 Inseraten von befristeten Wiener Altbau-wohnungen. "Das ist ein Mietennepp. Die enormen Aufschläge zum Mietzins sind unfassbar", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Ich verlange, dass die Regierung sofort das Wohnthema anpackt. Die Mieten müssen klar begrenzt und die Befristungen abgeschafft werden." Die AK bietet einen neuen Service an: Mietzins-Check für befristete Altbau-Mietverträge.

Die AK hat 150 Immobilien-Inserate von befristeten Altbau-Mietwohnungen ausgewertet. Derzeit macht der gesetzliche Richtwert in Wien für eine durchschnittliche Altbauwohnung 5,16 Euro pro Quadratmeter aus. Anhand der Lage und der in den Inseraten genannten Merkmale, etwa, ob es einen Lift gibt oder in welchem Stockwerk die Wohnung liegt, wurden die zulässigen Ab- und Zuschläge berücksichtigt. Dann wurde der gesetzlich vorgesehene Abschlag für befristete Mietverträge von 25 Prozent abgezogen. Auf dieser Basis wurde ein zulässiger Hauptmietzins ermittelt.

Was die VermieterInnen draufschlagen - was die MieterInnen zu viel zahlen (für eine Durchschnitts-Altbauwohnung von rund 73 Quadratmeter) - im Schnitt 78 Prozent un-rechtmäßiger Aufschlag!

zulässiger Hauptmietzins*) pro m2 4,84 Euro Hauptmietzins pro m2 laut Inserate 8,61 Euro Differenz pro m2 3,77 Euro Überhöhte Netto-Miete pro Monat 275,00 Euro**) Überhöhte Netto-Miete pro Jahr 3.300,00 Euro**) *) Richtwert inklusive Zu- und Abschläge; **) gerundet

"Ein Durchschnitts-Arbeitnehmer arbeitet gute zwei Monate im Jahr nur für das, was der Vermieter zu viel einstreift", sagt Kaske. Nicht zu vergessen: MieterInnen müssen auf den unrechtmäßig überhöhten Mietzins auch noch Umsatzsteuer zahlen. Dadurch kommen noch einmal rund 28 Euro im Monat und rund 330 im Jahr dazu!

"Wohnen muss billiger werden", verlangt Kaske.
Mieten senken: Der Justizminister muss nur eine Regelung im Mietrechtsgesetz für die privaten Altbaumieten einfügen, wonach die Höhe des Hauptmietzinse in Summe nicht mehr ergeben darf als den Richtwert plus 20 Prozent. "Das würde zehntausenden Woh-nungssuchenden sofort helfen, vor allem den jungen."
Weg mit den Befristungen: Sie sollen nur zulässig sein, wenn es einen sachlich ge-rechtfertigten Grund gibt, etwa Eigenbedarf des Vermieters - darüber kann man reden.

Die AK prüft den Mietzins bei befristeten Mietverträgen in Altbauwohnungen. Den Mietzins-Check gibt es unter wien.arbeiterkammer.at/wohnen

SERVICE: Mitmachen bei der AK Umfrage "Wohnen muss billiger werden" - mehr unter www.wohnenmussbilligerwerden.at

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