SP-Tanja Wehsely: "Wien kümmert sich um alle Jugendlichen"

spacelab Produktionsschule Wien fix: neue Chancen für Jugendliche, die es besonders schwer haben im Berufsleben Fuß zu fassen

Wien (OTS/SPW-K) - Für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, die es schwer haben, im Berufsleben Fuß zu fassen, gibt es jetzt mit dem Projekt spacelab Produktionsschule Wien ein zusätzliches leicht zugängliches Angebot. Ziel ist es, die Jugendlichen soweit zu rüsten, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine Beschäftigung aufnehmen können. Das heißt: die bisherigen Angebote des Erfolgsprojektes spacelab, wie entsprechende Trainingsprogramme, Werkstattarbeit und die Begleitung durch spezielle Perspektivencoaches wird um Basisbildung ergänzt und es kommen weitere Standorte dazu. 2014 sind in Wien vier Standorte vorgesehen, einer davon speziell für Mädchen und junge Frauen, der Anfang März den Betrieb aufnehmen wird. Finanziert wird das Projekt zu je 50 Prozent von waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) und AMS Wien, die dafür insgesamt über 3,5 Mio. Euro in die Hand nehmen. 2014 können rund 1.000 Jugendliche von diesem Projekt für neue Zukunftschancen profitieren.

Wehsely: "Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche brauchen besondere Unterstützung und Begleitung"

Dazu die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des waff, SP-GRin Tanja Wehsely: "Ziel der Wiener Ausbildungsgarantie ist es, alles daran zu setzen, dass möglichst viele Jugendliche eine fundierte Berufsausbildung machen und auch abschließen. Denn das ist der Grundstein für einen guten Einstieg ins Berufsleben und eine eigeständig gesicherte Existenz. Deswegen kümmert sich Wien um alle Jugendlichen. Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche, also junge Menschen, die nicht mehr in der Schule sind, keine Ausbildung machen, aber auch am Arbeitsmarkt nicht angekommen sind, brauchen dabei besondere Unterstützung. Mit dem Ausbau vom Erfolgsprojekt spacelab zur Produktionsschule Wien ist es gelungen, einen neuen Meilenstein zu setzen."

Profis helfen bei der Planung der Zukunft - der erste Schritt: erproben, wo die Stärken und Interessen liegen.

In der spacelab Produktionsschule Wien helfen Profis bei der Planung der Zukunft. Die sogenannten Perspektivencoaches begleiten die Jugendlichen durch die gesamte Maßnahme und entwickeln mit ihnen realistische berufliche Perspektiven. Die Jugendlichen können im Tagestraining oder in Werkstätten bezahlte Arbeitserfahrungen machen. Das heißt, sie können erproben, wo ihre Stärken und Interessen liegen. Das Tagestraining bietet quasi den Einstieg in die Werkstattarbeit. Im Training in den Werkstätten werden dann Arbeitssituationen mit allem was dazu gehört geübt, z.B. wie mit dem/der ChefIn gesprochen wird oder das Ausprobieren von praktischen Abläufen.

Die Werkstätten selbst haben die Schwerpunkte Ökologie und Gartenbau, Kreativität und Medien, wo man/frau spannende Tätigkeiten ausprobieren kann. In der Kreativwerkstatt werden etwa u.a. selbst genähte Kleidungsstücke und andere Gebrauchsgegenstände hergestellt. Interessant sind auch die Angebote der Grünraumgruppe und der Ökowerkstatt. Die Palette an Tätigkeiten reicht dort vom Fahrrad reparieren über Anlegen und Pflegen von Beeten sowie dem Ernten und Verarbeiten von Obst und Gemüse bis hin zur Pflege und Betreuung eigener Bienenstöcke. In der Lernwerkstatt wird dann begleitend Basisbildung in Deutsch, Mathematik, Englisch und IKT vermittelt.

Wichtig ist: Die Jugendlichen können unverbindlich und ohne Leistungsdruck bei spacelab andocken. Für den Infotag, der jeden Dienstag um 13 Uhr stattfindet, ist keine Anmeldung erforderlich. Alle Infos: www.spacelab.cc

Eigene Produktionsschule für Mädchen

Die Produktionsschule Wien wird vom Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK), dem Verein Wiener Jugendzentren, dem Verein Volkshilfe Beschäftigung, der Wiener Volkshochschulen GmbH und dem Verein sprungbrett umgesetzt. sprungbrett zeichnet dabei mit dem Standort spacelab_girls für die Produktionsschule für Mädchen und junge Frauen verantwortlich.

Wehsely: "Auch wenn es in Wien Frauen vergleichsweise besser haben, so sind wir dennoch von der Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt noch weit entfernt. Ausgrenzungsgefährdete Mädchen sind doppelt benachteiligt. Die Produktionsschule für Mädchen hat daher zum Ziel, die Mädchen generell zu empowern und ihnen auch Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten jenseits der traditionellen Rollenklischees zu eröffnen."

Wehsely: "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig gerade in die Jugend zu investieren"

Wehsely abschließend: "Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit ist in Wien nicht Schlagwort, sondern Programm. Mit dem Projekt spacelab Produktionsschule Wien ist das einmal mehr unter Beweis gestellt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, gerade in die Jugend zu investieren, denn sie ist die Zukunft. Nicht umsonst blickt Europa im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit nach Wien und Österreich. Neben der überbetrieblichen Lehrausbildung hat auch das Projekt spacelab, das erst im Vorjahr mit dem Innovationspreis des Europäischen Sozialfonds ausgezeichnet worden ist, best practice Charakter. Das gilt auch für den Ausbau dieses Erfolgsmodelles zur Produktionsschule Wien." (Schluss)

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