FPÖ-Hofer zu Gentechnik-Anbauverbot

"Nehmen Gesundheitsminister Stöger beim Wort"

Wien (OTS) - "Für die FPÖ kommt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Österreich grundsätzlich nicht in Frage", betont heute der Dritte Präsident des Nationalrats und FPÖ-Umweltsprecher Norbert Hofer. "Wenn Gesundheitsminister Stöger versichert, es werde auch im Falle einer EU-Entscheidung für den Anbau des Maiskonstrukts "Pioneer 1507" beim österreichischen Anbauverbot bleiben, nehme ich das gerne als verbindliche Zusicherung und Bestätigung der freiheitlichen Vorreiterrolle in diesem Themenbereich zur Kenntnis", zeigt sich Hofer erfreut.

"Ich möchte Gesundheitsminister Stöger bezüglich seiner Klarstellung aber doch auf eine Unschärfe und eine große Unbekannte hinweisen", so Hofer weiter: "Zum einen ist Österreich alles andere als "gentechnikfrei", weil alljährlich Hunderttausende Tonnen an genmanipulierten Futtermitteln importiert und an unsere Tiere verfüttert werden. Zum anderen schwebt über allen heute getätigten Zusagen österreichischer Minister das Damoklesschwert des geplanten Freihandelsabkommens der EU mit den USA". Trete dieses in der avisierten Form in Kraft, könne jeder Agrochemie-Konzern Österreich für ein derartiges Anbauverbot in Grund und Boden klagen. Dazu genüge der bloße Hinweis auf - angeblich oder tatsächlich - entgangene Gewinne.

"Ich unterstelle dem Gesundheitsminister in diesem Zusammenhang keinerlei unlautere Absicht, ich erwarte von ihm und seinen Regierungskollegen aber kontinuierliche und umfassende Informationen zum Verlauf der seitens der EU-Kommission als Geheimverhandlungen geführten Gespräche zu THIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft). Die Österreicher haben diesbezüglich ein Anrecht auf maximale Transparenz", bekräftigt Hofer abschließend.

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