Neues Volksblatt: "Tempowechsel" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 6. Februar 2014

Linz (OTS) - Es fällt schon auf, dass die Regierung Tempo vorlegt, wenn es darum geht, Geld einzutreiben. Während der Autokauf schon mit März teurer wird, soll die Familienbeihilfe erst ab Juli erhöht werden. Noch schwieriger wird es, wenn es um echte Reformen geht. Die Entbürokratisierung gibt es bisher nur auf dem Papier, stattdessen drohen Erleichterungen für die Unternehmen - sprich GmbH light -wieder rückgängig gemacht zu werden. Für eine Steuerreform ist nur eine Arbeitsgruppe, die neuen Belastungen sind aber schon im Detail fixiert. Die Unruhe in Teilen der ÖVP ist deshalb durchaus verständlich. Eine Koalition ist keine Liebesheirat, sondern ein Zweckbündnis. Doch es beschleicht einen das Gefühl, dass der Hauptzweck dieser Koalition das Verwalten ist - das wird für eine Wiederwahl wohl zu wenig sein. Der eigentliche Zweck sollte sein, Österreich voranzubringen, die Zukunft zu gestalten und nicht die Pfründe zu verwalten. Hier braucht es endlich klare Ansagen und konkrete Handlungen.
Zumindest ein Gutes hat die offensichtlich so resistente Bürokratie, selbst unsere Kindeskinder werden vermutlich über diesen Witz noch lachen können: "Warum", fragte im Tierpark ein Löwe seinen stark abgemagerten Artgenossen, "bekomme ich jeden Tag Fleisch und du nur Eicheln?" - "Das ist die Bürokratie hier", mault der andere Löwe. "Ich sitze auf der Planstelle von einem Wildschwein ..."

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