ORF III am Donnerstag: "Russlands Schattenseite" - Reportage über Pussy Riot und Maximilian Schell in "Das Urteil von Nürnberg"

Außerdem: Erich Pröll im Nationalpark Thayatal, "Inside Brüssel" zur Ukraine, "60 Minuten.Politik" über das Schicksal des Bundesrats

Wien (OTS) - Morgen, am Donnerstag, dem 6. Februar 2014, startet um 20.15 Uhr Naturfilmer Erich Pröll seine "Wilde Reise"-Reihe in österreichische Nationalparks mit der Auftaktfolge "Das Tal an der Grenze - Nationalpark Thayatal". ORF-Korrespondent Reinhard Löw diskutiert um 21.05 Uhr in "Inside Brüssel" u. a. über die Verschärfung der politischen Unruhen in der Ukraine; mit den Olympischen Winterspielen vor der Haustür sind Demonstrationen noch unerwünschter als zuvor. Um 21.55 Uhr zeigt "Im Brennpunkt" die Dokumentation "Sotschi 2014: Russlands Schattenseite", ein aktueller Film über das russische Künstlerinnenkollektiv Pussy Riot. Die Mitglieder der gleichnamigen Punkband bzw. Protestbewegung haben 2013 einen Film produziert, in dem sie über ihre Motive für den Widerstand gegen Putins Regime sowie ihre Inhaftierung sprechen. Um pro oder kontra Bundesrat geht es dann um 22.30 Uhr in "60 Minuten.Politik", wenn Christoph Takacs zur Diskussion der Frage "Ohne Bundesrat geht es nicht oder doch?" lädt. Und zum Abschluss des Abends zeigt ORF III in memoriam Maximilian Schell "Das Urteil von Nürnberg", jenen Film aus dem Jahr 1961, der den am Wochenende verstorbenen Schauspieler und Regisseur zum Oscar-Preisträger machte.

Die Sendungen im Überblick:

"Wilde Reise mit Erich Pröll: Das Tal an der Grenze - Nationalpark Thayatal" (20.15 Uhr)

Naturfilmer Erich Pröll begibt sich ab 6. Februar jeden Donnerstag im Rahmen seiner "Wilden Reise" in die Nationalparks Österreichs. Vom schroffen Hochgebirge der Hohen Tauern über die wilden Wälder der Kalkalpen, die Aulandschaften der Donau vor Wien, die salzhaltigen Lacken des Neusiedler Sees bis zu den senkrechten Felswänden im Gesäuse: Der Naturfilmer zeigt seinem Publikum die Naturschätze unseres Landes. In der ersten Folge besucht er "Das Tal an der Grenze", den Nationalpark Thayatal im nördlichen Waldviertel. Bis zu siebzig Meter fallen die Felswände im canyonartigen Tal zur Thaya ab; an den bewaldeten Hängen finden viele Tierarten Brutplätze und reiche Nahrung. Die nicht regulierte Flusslandschaft ist für viele Tier- und Pflanzenarten ein unersetzliches Rückzugsgebiet - zum Beispiel für Uhus, seltene Eidechsen, bedrohte Fischotter oder den scheuen Schwarzstorch.

"Inside Brüssel" (21.05 Uhr)

"Inside Brüssel" widmet sich auch diese Woche der politischen Dramatik in der Ukraine und den damit verbundenen Herausforderungen für die Außenpolitik der EU. Ein weiteres Thema wird die groß angelegte Reform der Fluggastrechte des Europäischen Parlaments sein. Raimund Löw wird außerdem die aktuelle Wirtschaftslage in Europa und den anlaufenden Europawahlkampf zur Sprache bringen. Seine Gäste sind Europaabgeordnete aus vier verschiedenen EU-Staaten: die österreichische SPÖ-Abgeordnete Karin Kadenbach, der kroatische Konservative Andrej Plenkovic, der tschechische Sozialdemokrat Libor Roucek und die deutsche Grünen-Vertreterin Elisabeth Schroedter.

"Im Brennpunkt: Sotschi 2014: Russlands Schattenseite" (21.55 Uhr)

"Im Brennpunkt" zeigt eine hochaktuelle, 2013 entstandene Reportage aus Russland: Die Kamera begleitet die feministische Punkrock-Band Pussy Riot bei ihren regierungskritischen Auftritten gegen Präsident Putin und dokumentiert Verhaftung, Prozess und Verurteilung der inzwischen weltberühmten Aktivistinnen. Die kommentarlosen Bilder sprechen für sich: Eindrücke aus dem Moskauer Alltag, Pussy Riots große Provokation in der Christ-Erlöser-Kathedrale, die Reaktionen russischer Mitbürger und Pussy Riots Weg ins sibirische Straflager. Inzwischen wurden beide Sängerinnen per Generalamnestie freigelassen. Doch der Kampf der Frauen soll nach eigenen Aussagen genau so weitergehen, wie es diese Reportage zeigt: mit künstlerischen Punk-Aktionen gegen die Regierung Putins.

"60 Minuten.Politik: Ohne Bundesrat geht es nicht oder doch?" (22.30 Uhr)

In der aktuellen Ausgabe von "60 Minuten.Politik" diskutieren ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs und Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin der Tageszeitung "Der Standard", mit ihren Gästen, wie sie zu einer möglichen Abschaffung des Bundesrats stehen. Nachdem Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) vorgeschlagen hatte, die zweite Kammer im Parlament aufzulösen, häufen sich die Ideen zu seiner Aufwertung, Verkleinerung und Abschaffung - wieder einmal. Woran liegt es, dass die Länderkammer bis heute nicht reformiert worden ist? Wird hier sinnlos Steuergeld verschwendet? Welches Modell wäre sinnvoll? Zu Gast im Studio sind Vertreter/innen des Bundes- und Nationalrats: Reinhard Todt (Vorsitzender der Bundesratsfraktion SPÖ), Gottfried Kneifel (Vorsitzender der Bundesratsfraktion ÖVP), Norbert Hofer (Dritter Nationalratspräsident FPÖ), Daniela Musiol (Verfassungssprecherin Die Grünen), Georg Vetter (Verfassungssprecher Team Stronach) und Rainer Hable (Nationalratsabgeordneter Neos). Interessierte Zuseher/innen können sich auch diesmal wieder beteiligen und vorab bis 15.00 Uhr ihre Fragen an die Redaktion schicken: 60minuten@orf.at.

In memoriam Maximilian Schell: "Das Urteil von Nürnberg" (23.35 Uhr)

Am Wochenende ist Maximilian Schell unerwartet verstorben. ORF III zeigt um 23.35 Uhr jenen Film, der den gebürtigen Wiener international berühmt machte und ihm 1961 den Oscar als bester Hauptdarsteller einbrachte: für die Rolle des Hans Rolfe, Verteidiger von Nazi-Verbrechern in Stanley Kramers "Das Urteil von Nürnberg". Zum Inhalt: Vier ehemalige NS-Richter (Spencer Tracy, Burt Lancaster, Kenneth MacKenna, Ray Teal) stehen in Nürnberg vor dem amerikanischen Militärgericht. Während sich drei von ihnen im Sinne der Anklage nicht schuldig fühlen, hüllt sich der vierte in Schweigen. Sein Verteidiger Hans Rolfe (Maximilian Schell) beruft sich auf den Befehlsnotstand und die damalige Rechtslage im Deutschen Reich, an die sich die Angeklagten hätten halten müssen. Mit fortschreitender Prozessdauer werden die Verbrechen und schuldhaften Verstrickungen der NS-Zeit schmerzhaft in Erinnerung gerufen.

Eine weitere Sendung in memoriam Maximilian Schell zeigt ORF III am Sonntag, dem 9. Februar, um 17.20 Uhr: Das feinfühliges Dokuporträt "Meine Schwester Maria", dass Schell im Jahr 2001, vier Jahre vor dem Tod seiner berühmten großen Schwester, der Schauspielerin Maria Schell, drehte.

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