Pirker: Mehr Rechte für Flugpassagiere durchgesetzt

EU-Parlament stimmt für mehr und schnelleren Schadensersatz bei Flugverspätung & Co

Straßburg, 05. Februar 2014 (OTS) "Heute haben wir mehr Rechte für Flugpassagiere durchgesetzt. Für über 26 Millionen Fluggäste, die allein in Österreich jährlich starten und landen, wird es künftig mehr und schnelleren Schadenersatz und vereinfachte Beschwerdeverfahren bei Verspätungen und Annullierungen geben", so Hubert Pirker, Verkehrssprecher der ÖVP im EU-Parlament. Das Europäische Parlament hat heute mit überwältigender Mehrheit die Neuregelung der Rechte von Flugreisenden angenommen. "Es kann nicht sein, dass man mittlerweile im Internet in wenigen Sekunden ein Flugticket kaufen kann, es gleichzeitig aber keine effizienten und kundenfreundlichen Verfahren zur Durchsetzung des Rechts auf Entschädigung, Unterkunft, Verpflegung oder anderweitige Beförderung gibt", so der ÖVP-Politiker. ****

Laut Pirker ist der heutige Beschluss des EU-Parlaments eine klare Absage an die EU-Kommission, die in einigen Punkten einzig
die Interessen der Fluglinien in den Vordergrund gestellt habe. "Dass man beispielsweise erst nach fünf Stunden Wartezeit ein Recht auf Aussteigen haben soll, wenn ein Flieger auf dem Rollfeld festsitzt, ist ein schlechter Scherz der EU-Kommission. Das EU-Parlament duldet solche Schikanen nicht und hat die Wartezeit, auf meine Forderung hin, auf zwei Stunden verkürzt", so Pirker. Auch die Schadensersatzansprüche bei großer Verspätung werden korrigiert. "Fluggäste bekommen bei großen Verspätungen von mehr als drei Stunden die gleichen Rechte wie Fluggäste, deren Flug annulliert wurde. Das bedeutet 300 Euro Entschädigung bei Flügen bis 3.500 km und für Langstreckenflüge gibt es bis zu 600 Euro", so der EU-Abgeordnete.

"Auch die Handgepäck-Schikane mancher Billig-Airlines hat nun ein Ende", freut sich Pirker. Ab jetzt soll die Obergrenze des gesamten zulässigen Handgepäcks pro Fluggast in Höchstabmessung und Höchstgewicht angegeben werden. Die Anzahl der Gepäckstücke darf nicht mehr begrenzt werden. Als weiteren Meilenstein zur Stärkung der Fluggastrechte sieht Pirker die Abschaffung der "No-Show-Regelung". "Künftig ist es Fluglinien untersagt, einem Fluggast auf dem Rückweg die Beförderung zu verweigern, weil er den Hinflug nicht angetreten hat", erklärt Pirker

Für Pirker ist vor allem auch eine Vereinfachung der Durchsetzung der Rechte wichtig: "Die mühsamen Beschwerdeverfahren halten die Passagiere oft davon ab, von ihren Rechten Gebrauch zu machen. Deshalb verpflichten wir ab jetzt die Fluggesellschaften, Anlaufstellen an den Flugterminals für Information und Hilfe für Fluggäste einzurichten", so Pirker abschließend.

Der heute beschlossenen Regelung müssen noch die Regierungen der Mitgliedstaaten zustimmen.

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