ÖGB-Foglar: Höchste Zeit, Ausbildungen anzuerkennen

Wichtiger Schritt gegen Lohndumping

Wien (OTS/ÖGB) - "Es ist gut, richtig und gerecht, dass in anderen Staaten erworbene Bildungsabschlüsse in Österreich schneller und einfacher anerkannt werden sollen", begrüßt ÖGB-Präsident Erich Foglar das diesbezügliche Vorhaben von Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz. "Wir können so viel Wissen und Qualifikationen nicht länger brach liegen lassen, das ist weder im Sinn der Betroffenen noch der heimischen Betriebe."

"Zur besseren Integration von MigrantInnen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft ist ein Bündel an Maßnahmen nötig, die Anerkennung von Ausbildungen ist ein ganz wesentlicher, den der ÖGB schon lange fordert", so Foglar. Auch die Angebote des Bildungssystems und des AMS müssen erweitert werden, um MigrantInnen Zugang zu allen Bereichen des Arbeitsmarktes zu eröffnen, anstatt sie in Niedriglohnbranchen festzunageln. Es brauche zusätzlich auch Weiterbildungsangebote, die sich gezielt an MigrantInnen richten oder auch Fördermaßnamen speziell für Frauen.

"Die einfachere und raschere Anerkennung von Qualifikationen wäre auch ein wichtiger Beitrag gegen Lohndumping", sagt Foglar, "denn vielfach werden die Qualifikationen von Betrieben zwar genutzt, weil die Ausbildungen aber nicht anerkannt werden, werden sie auch nicht immer in der Bezahlung berücksichtigt. Der ÖGB wird die rasche Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens gerne unterstützen", so Foglar.

Der ÖGB forderte bei seinem 18. Bundeskongress:
- Erleichterter Zugang zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Schaffung eines Zertifizierungssystems - durch eine zentrale Anlaufstelle sowie die Verkürzung und Vereinfachung des Verfahrens. - Ausbau der Weiterbildungsangebote sowohl des Bildungssystems als auch des AMS (z. B. in Form von individueller, kostenloser Sprachförderung).
- Ausbau gezielter Fördermaßnahmen für Frauen, speziell bei Beratungs- und Weiterbildungsangeboten (z. B. "Mama lernt Deutsch"-Angebote der Stadt Wien).

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