FPÖ-Mölzer: Merkel hätte zu Erdogan ehrlicher sein müssen

Warum "ergebnisoffene Verhandlungen", wenn es keinen Beitritt gegen soll? - Gespräche über privilegierte Partnerschaft statt sinnlose Beitrittsverhandlungen

Wien (OTS) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hätte sich bei seinem Besuch in Berlin mehr Ehrlichkeit seitens der bundesdeutschen Seite verdient, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Schließlich ist es unverständlich, dass Kanzlerin Merkel einerseits gegen einen EU-Beitritt der Türkei ist und andererseits von ergebnisoffenen Verhandlungen mit Ankara spricht. Warum soll also verhandelt werden, wenn es zu keinem Beitritt kommen soll", hielt Mölzer fest.

Jedenfalls wäre es unter Freunden und Partnern ehrlicher gewesen, so der freiheitliche EU-Mandatar, bestehende Differenzen offen anzusprechen. "Merkel hätte Erdogan klarmachen müssen, dass ein EU-Beitritt der Türkei aus zahlreichen Gründen - angefangen von der Lage der Minderheiten über die Islamisierung bis hin zur Entfernung von europäischen Standards - abzulehnen ist und statt dessen Verhandlungen über eine privilegierte Partnerschaft aufzunehmen sind", erklärte Mölzer.

Zudem wies der freiheitliche Europaabgeordnete auf einen weiteren Grund für mehr Ehrlichkeit gegenüber der Türkei hin. "Die Türkei ist sowohl wirtschaftlich als auch aufgrund ihrer Nähe zu Europa ein besonders wichtiger Partner der EU. Deshalb sollte die Zeit nicht länger mit sinnlosen Beitrittsverhandlungen zu vergeudet und statt dessen endlich über Ziele und Inhalte einer privilegierten Partnerschaft gesprochen werden", schloss Mölzer.

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