Bernhard Heinzlmaier gab im TÜV AUSTRIA Forum in Wien seinen Vortrag "Jugend und Sicherheit"

Wien (OTS) - Wenn Jugendliche zu exzessivem Verhalten tendieren, hat das laut Mag. Bernhard Heinzlmaier, ehrenamtlicher Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg, seine Ursachen auch darin, dass ständig daran gearbeitet wird, die Sicherheit bzw. das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Aufzeichnung "Jugend und Sicherheit" jetzt auf You Tube http://www.youtube.com/watch?v=EqZQVMwjBps

Laut dem Wissenschaftler kann Ausschreitungen damit aber nicht vorgebeugt werden, da gerade durch das gesteigerte Gefühl von Sicherheit vor allem junge Menschen viel häufiger dazu neigen, sich auf gefährliche Situationen einzulassen. Heinzlmaier:
"Wenn ich eine Gesellschaft habe, die einem zu großen Normen- und Standardisierungsdruck unterliegt, wird das letztendlich dazu führen, dass sich eine große Anzahl von Menschen - vor allem junge Menschen -langweilt. Und diese Langeweile provoziert das Bedürfnis nach expressiver Selbstüberschreitung, das bedeutet, dass sie irgendein Abenteuer erleben wollen. Je mehr Regulative es gibt, desto mehr Ausbrüche werden provoziert."

Bernhard Heinzlmaier plädiert deshalb für die Einbettung einer "Kultur des Risikos" in die Welt der Sicherheit, die für jede funktionierende Gesellschaft wichtig ist.

"Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Sicherheit umzugehen. Einerseits, dass man eine Welt der Sicherheit etabliert, wo alle Bedrohungen ausgeschlossen sind. Die zweite Möglichkeit wäre eine Kultur des Risikos. Wir brauchen sowohl eine Risikokultur als auch eine Welt der Sicherheit, in die diese Risikokultur eingebettet ist, denn es geht darum, wenn etwas schiefgeht, die Opfer des Risikos irgendwo aufzufangen."

Laut einer Studie von marketagent.com zum Jugendtrendmonitor 2013 empfinden über 80% der Jugendlichen den Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft als sehr hoch. Verstärkt wird dieser durch den Druck, etwas Besonders und Unverwechselbares zu sein zu müssen. Für den Jugendforscher Heinzlmaier wird dieser Trend vor allem durch den Konsum angeheizt:

Mag. Bernhard Heinzlmaier ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg. Hauptberuflich leitet er die tfactory-Trendagentur in Hamburg. Mag. Heinzlmaier ist u.a. wissenschaftlicher Projektleiter der Studie "Gesundheitsförderung in der Zielgruppe Jugend:

Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsstile bei 14- bis 25-jährigem Event-Publikum", Co- Projektleiter des Dritten Berichtes zur Lage der Jugend in Österreich sowie Studienleiter der tfactory-Eigenstudien TIMESCOUT.

Aufzeichnung "Jugend und Sicherheit" jetzt auf You Tube http://www.youtube.com/watch?v=EqZQVMwjBps

Der nächste TÜV AUSTRIA Live Stream findet am 20.3.2014 statt:
Albin Kälin - "Kreislaufwirtschaft und Sicherheit"

http://www.ots.at/redirect/albinkaelin

270 x Sicherheit. Weltweit. http://www.tuv.at/services
Aus- und Weiterbildung: http://www.tuv-akademie.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5061

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Walter SCHÖNTHALER
TÜV AUSTRIA Gruppe
Leiter Marketing & Kommunikation
Head of Marketing & PR-Department
Krugerstraße 16; A-1015 Wien, Austria
Tel.: +43(0)1 514 07-6039
Fax: +43(0)1 514 07-76039
Cell.: +43(0)664 510 48 81
E-Mail: walter.schoenthaler@tuv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TVO0001