"Report" am 4. Februar: 1934 - Versöhnung nach 80 Jahren?

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 4. Februar 2014, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

ÖVP: Das große Murren

Kaum hat Parteichef Michael Spindelegger die letzte Rebellion beruhigt, kommen auf die Volkspartei neue Turbulenzen zu. Der Wirtschaftsbund will das Steuerpaket nicht akzeptieren und droht mit Widerstand im Parlament. Die westlichen und südlichen Landesparteien wünschen sich eine liberalere Partei, und die NEOS sitzen der Volkspartei im Nacken. Ein Bericht von Alexander Sattmann und Ernst Johann Schwarz.

Live zu Gast im Studio ist ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel.

1934: Versöhnung nach 80 Jahren?

SPÖ und ÖVP wollen heuer erstmals seit Langem gemeinsam der Februarkämpfe von 1934 gedenken. Jahrzehntelang hatten die Schüsse des Dollfuß-Regimes auf die Arbeiter Rot und Schwarz entzweit und das Verhältnis von Arbeiterschaft und Kirche belastet, die den katholischen Ständestaat unterstützte. Neue Dokumente aus dem Vatikanischen Geheimarchiv belegen nun, wie sehr Rom in die Ereignisse des Jahres 1934 involviert war. Martina Schmidt und Eva Maria Kaiser berichten.

80 Jahre "Februar 1934" - Der ORF erinnert mit einem Programmschwerpunkt in TV, Radio und Internet an den Bürgerkrieg in Österreich, nähere Informationen dazu sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

Langsame Gesundheitsreform

Das Ziel ist klar und längst bekannt: Patientinnen und Patienten sollen lieber zu niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gehen als in überfüllte Spitalsambulanzen, das soll den Kranken Zeit sparen und dem Gesundheitssystem Geld. Doch die Umsetzung der Gesundheitsreform stockt, viel hat sich bis heute nicht gebessert. Bürokratische Hürden für Ärzte, Vertragsprobleme mit Krankenkassen und das Zögern der Ärztekammer machen alternative Versorgungsmodelle wie etwa Gruppenpraxen unattraktiv. Nur vereinzelt gelingen patientenfreundliche Lösungen, weil Ärzte die Initiative ergriffen haben, berichten Münire Inam und Jakob Horvat.

Weggesperrt

Eine Verurteilung zu nur drei Monaten Haft wegen gefährlicher Drohung kann in Österreich zu jahrelangem Gefängnisaufenthalt führen. Nämlich dann, wenn ein Gutachter und ein Gericht zur Ansicht kommen, dass der Täter als "geistig abartig" einzustufen ist - so die antiquierte Formulierung im Gesetz. Die Zahl dieser Häftlinge hat sich innerhalb von zwölf Jahren verdoppelt. Rund 900 sogenannte geistig Abnorme sind derzeit im Gefängnis, darunter 21 Jugendliche und junge Erwachsene. Dieser Paragraf muss weg, fordern nun manche Experten, die Hälfte der Betroffenen sei womöglich zu Unrecht jahrelang im Gefängnis. Und aus Mangel an Ärzten und Therapeuten gelingt es oft nicht, diese Häftlinge im Gefängnis ausreichend zu therapieren, berichtet Bernt Koschuh.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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