Rechnungshofpräsident Josef Moser: "Ohne Reformen bei den Ausgaben kein Nulldefizit"

Wien (OTS) - "Die Erhöhung der Familienbeihilfe kostet 830 Millionen Euro - aber erst im Nachhinein fangen wir an, darüber nachzudenken, welche Wirkung man erzielen wird", kritisiert Rechnungshofpräsident Josef Moser im GEWINN-Interview. Wenn wir bei den Ausgaben nicht Strukturreformen machen, wird sich ein Nulldefizit nicht ausgehen, warnt Moser.

"Es werden enorme Beträge nach dem Gießkannenprinzip ausgegeben, ohne vorher geprüft zu haben, wo der größte Bedarf ist, wie man die größte Trefferquote erzielt etc. Bedenkt man, dass die Gehälter der Beamten alle zwei Jahre steigen, dass der Sachaufwand zunimmt, dass zusätzliche Aufgaben wie Mittelschule oder die ganztägige Betreuung dazukommen, so schafft man das budgetär nicht. Vor allem nicht , wenn man nicht die vorhandenen Doppelgleisigkeiten eliminiert", so der Rechnungshofpräsident. Einsparpotenzial gebe es beispielsweise beim Personalmanagement des Staates. Das sollte man an einer Stelle bündeln. So könnte das Personal dort eingesetzt werden, wo gerade der größte Bedarf besteht. Womit laut Moser noch Ineffizienzen vermieden werden könnten und warum man Budgetreserven anlegen sollte, lesen Sie im neuen GEWINN.

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