Industrie zu Arbeitsmarkt: Senkung der Arbeitszusatzkosten ist Gebot der Stunde

IV-VGS Koren: Arbeitsmarktlage weiterhin angespannt - Konsequente Umsetzung von standortrelevanten Verbesserungen bei Arbeitszeit und Arbeitszusatzkosten dringend erforderlich

Wien (OTS/PdI) - "Angesichts der weiterhin steigenden Arbeitslosenzahlen und einer fragilen Konjunkturerholung besteht auch im neuen Jahr kein Grund durchzuatmen. Fast 450.000 Personen waren Ende Jänner beim AMS vorgemerkt", so der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren anlässlich der heute, Montag, veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. "Gleichzeitig setzt die Beschäftigungsentwicklung ihren positiven Trend, insbesondere bei der Generation 50+, fort. Im Vorjahr schafften knapp 522.000 Arbeitslose die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt, davon war ein Viertel älter als 45 Jahre", so Koren.

"Die Nachfrage von Seiten der Unternehmen nach erfahrenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt sich nicht zuletzt angesichts anhaltender Fachkräfteengpässe. Um die Potenziale älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu erschließen, gilt es, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verbessern", forderte der IV-Vize-Generalsekretär. "Weiter ist es dringend erforderlich die Senkung der Arbeitszusatzkosten voranzutreiben, denn dies ist eine standortentscheidende Maßnahme zur Entlastung des Faktors Arbeit", betonte Koren. "Auch die von der Regierung geplanten Schritte zur Modernisierung im Arbeitszeitrecht, wie insbesondere praxisgerechtere Höchstarbeitszeitgrenzen, müssen unverzüglich umgesetzt werden".

"Zwangsmaßnahmen zu Lasten der Betriebe sind dagegen arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv. Immer neue Belastungen für Unternehmen wirken wachstumshemmend und gefährden in der Folge Arbeitsplätze. Durch ein Bonus-Malus-Quotenmodell werden die strukturellen Probleme des Zustroms in verschiedene Frühpensionsformen nicht gelöst. Es braucht vielmehr weitere nachhaltige Reformschritte im Pensionssystem", kritisierte Koren. "Ein moderner, wirtschaftlich erfolgreicher Standort braucht ein reformorientiertes politisches Umfeld. Ohne tiefgreifende Veränderungen im Pensions- und Verwaltungsbereich werden wir keine finanziellen Spielräume für Zukunftsinvestitionen und Steuersenkungen haben" so der IV-Vize-Generalsekretär.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001