ÖGB-Achitz: Freiwillig reicht nicht

Altersarbeitslosigkeit um ein Fünftel gestiegen - Unternehmen in die Pflicht nehmen

Wien (OTS/ÖGB) - "Dass Österreich im EU-Vergleich die niedrigste Arbeitslosigkeit hat, zeigt, dass aktive Arbeitsmarktpolitik funktioniert. Dass die Zahl der Arbeit Suchenden trotzdem auf Rekordniveau ist, macht aber einen weiteren Ausbau notwendig", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: "350 Millionen Euro hat die Regierung für die Beschäftigung Älterer vorgesehen. Dieses Geld muss so rasch wie möglich eingesetzt werden, denn so dramatisch wie bei den Älteren ist die Lage sonst nirgends auf dem Arbeitsmarkt."++++

Ende Jänner waren fast 450.000 Menschen arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, um 9,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos gemeldet sind, ist um 20,4 Prozent gestiegen.

Wirtschaft kommt ihrer Verantwortung nicht nach

"Leider ist sich ein Teil der Wirtschaft seiner Verantwortung für die Beschäftigten nicht mehr bewusst", kritisiert Achitz: "Regelmäßig setzen Firmen hunderte und tausende Beschäftigte auf die Straße, nicht, weil sie Verluste schreiben, sondern nur, um noch mehr Gewinn zu machen."

Angesichts dieser Zahlen müssen die Unternehmen verstärkt in die Pflicht genommen werden, etwa durch das Bonus-Malus-System, das der ÖGB seit einiger Zeit gefordert hat, und das nun auch im Regierungsprogramm angekündigt wurde.. "Für die Unternehmer muss es deutlich teurer werden, ältere Beschäftigte auf die Straße zu setzen, denn freiwillig passiert zu wenig", so Achitz. Unternehmen, die zu wenig ältere Menschen beschäftigen, müssen einen Malus zahlen. Firmen, die überdurchschnittlich viele Ältere beschäftigten und sich um eine alternsgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze kümmern, dafür mit einem Bonus belohnt werden. Außerdem fordert der ÖGB einen wirkungsvollen Kündigungsschutz für ältere ArbeitnehmerInnen.

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