- 02.02.2014, 11:38:07
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Schneemassen: 1.200 Helfer in Kärnten im Einsatz
LH Kaiser: Morgen, Montag, schulfrei in Bezirken Hermagor und Spittal sowie in Bad Bleiberg - Leichte Entspannung der Lage, trotzdem Vorsicht walten lassen
Utl.: LH Kaiser: Morgen, Montag, schulfrei in Bezirken Hermagor und
Spittal sowie in Bad Bleiberg - Leichte Entspannung der Lage,
trotzdem Vorsicht walten lassen =
Klagenfurt (OTS/LPD) - In der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in
Klagenfurt trat heute, Sonntag, wieder der Krisenstab mit
Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser zusammen.
Durch den geringeren Niederschlag hat sich die Wettersituation in
Kärnten Samstagnacht etwas entspannt, gefahrlos ist es aber nicht.
Aktuell sind rund 1.200 Helfer der verschiedenen Organisationen im
Einsatz. Morgen, Montag, findet um 8.00 Uhr die nächste Besprechung
in der LAWZ statt.
Als Bildungsreferent gibt Kaiser morgen schulfrei in den am
stärksten betroffenen Bezirken Hermagor und Spittal/Drau sowie in Bad
Bleiberg im Bezirk Villach-Land. "In einer Woche sind Semesterferien
und wir wollen nicht, dass jemand am Schulweg möglicherweise ein
Risiko eingehen muss", meint der Landeshauptmann. Einige Straßen und
Gehsteige seien noch nicht vollständig geräumt und vor allem bestehe
die Gefahr von Dachlawinen. Kaiser weist aber darauf hin, dass in den
Schulen die Aufsicht für Kinder, deren Eltern arbeiten müssen und
niemanden zum Aufpassen haben, gewährleistet sei. Eltern in den
anderen Kärntner Bezirken, die befürchten würden, dass der Schulweg
zu riskant sei, könnten selbst entscheiden, ob sie ihr Kind für einen
Tag daheim behalten. Das wäre rechtlich gedeckt. Bei der morgigen
Besprechung in der LAWZ werde auch entschieden, wie es mit den
Schulen am Dienstag weitergeht.
"Lassen Sie bitte trotz der leichten Entspannung weiterhin
Vorsicht walten", appelliert der Landeshauptmann an die Bevölkerung
und warnt vor allem vor leichtsinnigen Erkundungen und Dachlawinen.
Er weißt auf die Möglichkeit der Schneelastberechnung unter
www.tirol.gv.at/lienz hin. Kaiser konnte sich gestern bei seinem
Lokalaugenschein in Oberkärnten persönlich vom guten Zusammenspiel
aller Kräfte bei der Bewältigung der Schneemassen überzeugen. Er
dankt nochmals allen, die so engagiert für die Sicherheit der
Menschen im Einsatz stehen.
Vom Lawinenwarndienst des Landes wurde unterdessen die
Lawinenwarnstufe auf 4 zurückgenommen, trotzdem bestehe noch große
Gefahr. In den Bezirken Hermagor und Spittal gab es bis heute 20
Zentimeter Neuschnee. Die Räumung von Straßen, Zugstrecken und
Dächern sowie die Reparatur von Stromleitungen werden vorangetrieben.
Von den Feuerwehren stehen 400 Mann im Einsatz, vom Bundesheer 110
Soldaten, davon 80 in Kötschach-Mauthen und 30 in Dellach im Drautal.
40 Soldaten sind im Bezirk Spittal als Reserve angemeldet. Von der
Polizei sind momentan alle im Dienst befindlichen Kräfte im Einsatz,
alpine Kräfte stehen in den Bezirken Spittal, Hermagor und
Villach-Land in Bereitschaft. Das Rote Kreuz hat in Spittal eine
KAT-Mannschaft in Bereitschaft. Der Rettungsdienst in den Bezirken
Hermagor und Spittal laufe normal, für den Bereich Naßfeld stehe ein
zusätzliches Auto bereit.
Von den Straßenmeistereien sind 70 Mann mit 27 Großgeräten im
Gail- und Lesachtal im Einsatz, im Drautal sind es zehn weitere
Großgeräte. Insgesamt sind noch 20 Schneefräsen für die Räumarbeiten
eingesetzt. Die weiteren Kärntner Bezirke werden normal versorgt. Das
Lesachtal ist noch geschlossen, mit den Räumarbeiten wurde begonnen,
seit 1 Uhr in der Nacht ist auch die Straße auf das Naßfeld wieder
gesperrt.
Von der Kelag sind 130 bis 150 Personen mit Reparaturarbeiten
beschäftigt. 3.000 Haushalte im Rosen-, Lavant-, Gail- und Gitschtal
waren zeitweise ohne Strom. Man geht davon aus, dass bis heute am
Abend alles repariert ist.
Von den ÖBB stehen 250 Personen und 20 schwere schienengebundene
Räumgeräte im Einsatz. Die Lage entspanne sich zusehends. Wegen
Lawinengefahr nach wie vor gesperrt seien jedoch die Tauernbahn und
die Autoschleuse, gesperrt seien zudem die Gailtalbahn, die Strecke
Lienz-Innichen, die Pontebbana nach Italien, der Binnenverkehr in
Slowenien. Schienenersatzverkehr sei teilweise möglich, alle anderen
Strecken würden planmäßig bzw. im Notbetrieb geführt.
Bei der Besprechung in der LAWZ waren u.a. Militärkommandant
Walter Gitschthaler, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik,
Landesrettungskommandant Georg Tazoll, Katastrophenschutzbeauftragter
Egon Rauter, Wilfried Ertl vom Lawinenwarndienst, Alpinpolizist Josef
Bierbaumer, Volker Bidmon von der Landesstraßenbauabteilung und Josef
Polster von der Kelag anwesend.
(Schluss)
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