Schneemassen 1 - Bitte an Kärntner Bevölkerung, sich an Sicherheitshinweise zu halten

LH Kaiser, Einsatzorganisationen und Bundesheer bei Einsatzbesprechung in LAWZ - Zusammenspiel aller Kräfte funktioniert bestens

Klagenfurt (OTS/LPD) - In der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Klagenfurt tagte heute, Samstag, der Einsatzstab, um die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die enormen Schneemassen vor allem im Raum Oberkärnten zu koordinieren. Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser dankte allen, die mit großem Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz stehen. Das Zusammenspiel aller Kräfte funktioniere bestens.

Kaiser steht in ständigem Kontakt mit der LAWZ und Katastrophenschutzbeauftragtem Egon Rauter. Er dankte vor allem auch dem ORF Kärnten für die laufende Information der Menschen und rief die Bevölkerung dazu auf, das Radio einzuschalten. "Halten Sie sich bitte an die mitgeteilten Sicherheitshinweise und beachten Sie vor allem die Straßensperren. Gefahr besteht momentan besonders durch Dachlawinen. Seien Sie bitte vorsichtig - im Sinne Ihrer eigenen Sicherheit und auch jener der Einsatzkräfte", appelliert Kaiser.

Derzeit befindet sich der Landeshauptmann am Großverschiebebahnhof in Fürnitz, wo 76 Bundesheersoldaten seit 7.45 Uhr mit dem Freischaufeln der Weichen beschäftigt sind. Danach ist eine Besprechung mit Hermagors Bezirkshauptmann Heinz Pansi geplant, außerdem wird Kaiser am Nachmittag bei der Tagung der Lawinenschutzkommission teilnehmen.

Seitens der Feuerwehr, die bei der Einsatzbesprechung von Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik vertreten war, wurden seit Donnerstag am Abend über 250 Einsätze wegen des Schneefalls gemeldet. Aktuell laufen rund 50 Einsätze mit jeweils 20 Mann.

Militärkommandant Walter Gitschthaler teilte mit, das in Klagenfurt und Spittal je ein Lawineneinsatzzug mit 50 bzw. 40 Kadersoldaten in Bereitsschaft stehe und innerhalb von vier Stunden verfügbar sein könne. In Klagenfurt stünden zudem eine Assitenzkompanie und ein Hubschrauber einsatzbereit. In Villach könne eine Pionierkompanie mit 150 Soldaten innerhalb einer Stunde verfügbar sein.

Landesrettungskommandant Georg Tazoll betonte, dass trotz der Schneemassen die medizinische Versorgung der Bevölkerung überall gewährleistet sei. Er berichtete, dass speziell im Bereich der Tauernautobahn, wo gestern zahlreiche Autofahrer festsaßen, 26 Helfer des Roten Kreuzes mit acht Fahrzeugen für die Versorgung mit Essen und warmen Getränken sorgten. Zudem seien 42 sogenannte "First Responder" als Ersthelfer in erhöhter Bereitschaft.

Alpinpolizist Josef Bierbaumer teilte mit, dass auch die Alpinpolizei in Bereitschaft stehe und Polizeioberst Johannes Dullnig richtet sich mit einigen Sicherheitshinweisen an die Kärntner Bevölkerung. So sollten die Menschen heute und morgen nicht notwendige Fahrten mit dem Auto unbedingt vermeiden. Eigene Erkundungen im Gelände sowie ein "Besichtigungstourismus" seien zu unterlassen. Dullnig bittet die Bevölkerung zudem, sich beim Abschaufeln von Dächern zu sichern und dabei auf die Stromleitungen zu achten. Die Polizei sei rund um die Uhr erreichbar und zwar über folgende Nummern der Bezirksleitstellen: 059 133 DW 2210 im Bezirk Hermagor, 059 133 DW 2220 im Bezirk Spittal und 059 133 2250 im Bezirk Villach-Land.

In der Einsatzbesprechung wurde zudem mitgeteilt, dass die Schneelast auf den Dächern momentan 60 Prozent der maximalen Belastbarkeit erreicht habe, diesbezüglich bestehe noch keine Gefahr. Erhöht werde der Schneedruck derzeit jedoch durch das wärmere Wetter und Regen.

Fortsetzung folgt!
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