"profil": Martin Schlaff übernahm maßgebliche Produktionskosten des neuen Films über Heinrich Himmler

Schlaff: "Deutsche Sender haben Regiezugang anscheinend als zu verwegen gefunden"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Investor Martin Schlaff maßgeblich zur Finanzierung des neuen Films der israelischen Regisseurin Vanessa Lapa über Heinrich Himmler beigetragen, der bei der kommenden Berlinale Premiere haben wird. In einem seiner seltenen Interviews begründet Schlaff gegenüber "profil" sein Engagement mit dem Ausfall deutscher TV-Sender als Koproduzenten sowie mit dem eigenen Erleben: "Meine Frau und ich haben einen großen Teil unserer Familien im Holocaust verloren." Ohne seinen Einstieg, so Schlaff, wäre das Filmprojekt zum Scheitern verurteilt gewesen: "Als Hauptpfeiler der Finanzierung war der Vorab-Ankauf durch deutsche Fernsehsender vorgesehen, das haben aber alle deutschen TV-Stationen verweigert."

Der Film "Der Anständige" basiert auf erst vor Kurzem veröffentlichten Privatbriefen des SS-Chefs und Verantwortlichen für den industriellen Massenmord und verzichtet auf jede Art von Erklärungen durch Historiker. Schlaff dazu gegenüber "profil": "Ich weiß, dass die deutschen Sender gefürchtet haben, der eine oder andere könne zu falschen Schlussfolgerungen kommen, wenn man seine Meinungsbildung nicht unterstützt." Und weiter: "Die deutschen Sender haben diesen Regiezugang offensichtlich als zu verwegen gefunden." Er, so Martin Schlaff, sehe derartige Vorbehalte als Fehler: "Man kann Menschen abverlangen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Die Angst, dass der eine oder andere Trottel zu einer anderen Auffassung kommt als jener, die sich anbietet, muss eine Gesellschaft aushalten." Im ORF, der mit einem israelischen Sender als Koproduzent auftritt, habe man offensichtlich Befürchtungen wie in deutschen TV-Stationen nicht. Die Höhe seiner Unterstützung nannte der Investor nicht, denn "Geld ist da nicht das zentrale Thema".

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