FPÖ-Mölzer: Neuer Grund für Beendigung des Türkei-Abenteuers

Wertverfall der türkischen Lira zeigt: Mitgliedschaft Ankaras wäre wirtschaftlich für EU kein Gewinn, sondern eher ein Himmelfahrtskommando

Wien (OTS) - Es sei unerklärlich, mit welcher Nachsicht die EU den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan behandle, kritisierte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Nun hetzt Erdogan die Justiz auf die Ermittler, welche den jüngsten Korruptionsfall ins Rollen gebracht haben. Und was macht die selbsternannte Brüsseler Wertegemeinschaft? - sie hüllt sich in vornehmes Schweigen", hielt Mölzer fest.

Außerdem stelle sich derzeit immer deutlicher heraus, dass die Türkei nicht das kleinasiatische Wirtschaftswunderland sei, als welches sie von der Osmanen-Lobby hingestellt wird, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Die türkische Lira verliert dramatisch an Wert, und auch eine Intervention der Notenbank in Ankara konnte die Abwärtsspirale nicht stoppen. Somit dürfte das türkische Wirtschaftswachstum der letzten Jahre zu einem nicht zu unterschätzenden Teil auf Blasenbildungen beruhen", betonte Mölzer.

Deshalb forderte der freiheitliche Europaabgeordnete einen sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Ankara. "Wie sich Premier Erdogan verhält, ist das Gegenteil dessen, wofür die vielgepriesenen europäischen Werte stehen. Und wie die Turbulenzen, in denen sich die türkische Lira befindet, zeigen, wäre wirtschaftlich gesehen eine Mitgliedschaft der Türkei für die EU kein Gewinn, sondern eher ein Himmelfahrtskommando", schloss Mölzer.

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