Neues Volksblatt: "Den Menschen nahe" von Markus EBERT

Ausgabe vom 31. Jänner 2014

Linz (OTS) - Es gab Zeiten, da ähnelte ein Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe eher einem Rapport als der brüderlichen Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt beziehungsweise den diversen vatikanischen Stellen.
Umso auffälliger klingt, was man seit Tagen aus Rom vernimmt: Ein Gespräch "völlig auf Augenhöhe" habe er mit Papst Franziskus geführt, resümierte Kardinal Christoph Schönborn seine erste Audienz am Montag. Und nicht minder waren die Reaktionen auch gestern: Man könne Papst Franziskus gegenüber "alles ansprechen, die großen Sorgen und Leiden, aber auch die Freuden, die es in unserer Kirche gibt", konstatierte Erzbischof Franz Lackner.
Letzteres, nämlich die Freuden in der Kirche, sichtbar zu machen, ist nicht erst seit diesem Ad-limina-Besuch eine vorrangige Aufgabe. Allerdings hat die zeitweise sehr dominante Selbstbeschäftigung mit den innerkirchlichen Problemen in den letzten Jahren dieses Bild der Freude getrübt. Tatsächlich ist die Außenwirkung der Kirche nicht von theologischen Feinheiten abhängig, sondern von der Botschaft, die sie verkündet. Und, das hat die Familienbefragung, deren Ergebnis nun im Rom übergeben wurde, auch gezeigt: Die Menschen wollen in ihren alltäglichen Sorgen ernst genommen werden. Abgehobenheit und Realitätsferne wurden bekrittelt, doch wie es scheint, kommt die Kirche mit Papst Franziskus den Menschen wieder näher.

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