Bundeskanzler Faymann: Demokratische Errungenschaften stärken und verteidigen

Ansprache anlässlich eines Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Straßburg (OTS) - "Die schrecklichen Verbrechen an der Menschheit, die vom Regime des Dritten Reichs begangen wurden und die sich auf eine zutiefst unmenschliche Ideologie stützten, dürfen niemals vergessen werden", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Donnerstag, bei einer Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Vorplatz des Palais de l'Europe in Straßburg. "Wir erinnern uns dieser Tage nicht nur an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers in Auschwitz vor 69 Jahren, sondern auch an die Ermordung von sechs Millionen Juden, darunter 1,5 Millionen Kinder", so Faymann.

"Besonders in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit sozialen Härtefällen ist es äußerst wichtig, sich den Populisten und Holocaustleugnern entgegenzustellen, die durch falsche Versprechungen Hoffnungen wecken wollen. Mit der schweren Bürde der Vergangenheit muss unsere Generation die Demokratie weiterentwickeln und stärken. Sie muss dazu bereit sein, ihre Errungenschaften von Anfang an gegen Bedrohungen zu schützen und zu verteidigen. Wir müssen sicherstellen, dass solch tragische Ereignisse nie wieder geschehen werden", erklärte der Bundeskanzler abschließend.

Die weiteren Reden bei dieser Gedenkfeier wurden von Thorbjörn Jagland, Generalsekretär des Europarates, Anne Brasseur, Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Nachman Shai, Mitglied der Knesset und Vorsitzender der israelischen Beobachterdelegation bei der Parlamentarischen Versammlung und Sebihana Skenderovska, Vizepräsidentin des European Roma and Travellers Forum, gehalten. Im Anschluss daran fand eine Kranzniederlegung vor dem Gedenkstein statt.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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