Neueste Daten von UNICEF enthüllen Ungleichheiten und zeigen, wie wichtig statistische Erhebungen sind

Jedes Kind zählt: Daten zur Situation der Kinder weltweit 2014

Wien/New York (OTS) - In den 25 Jahren seit dem Inkrafttreten der Kinderrechtskonvention konnten große Erfolge erzielt werden. Um aber jene Kinder zu erreichen, bei denen dies bis jetzt noch nicht gelungen ist, muss der Fokus auf Ungleichheiten gelegt werden, so der neueste UNICEF Report.

In dem heute veröffentlichten Bericht "The State oft the World's Children 2014 in Numbers" betont UNICEF die Wichtigkeit der Datenerhebung in den Bemühungen Fortschritte für Kinder zu erreichen. Nur auf diese Weise können die Ungleichheiten im Zugang zu Sozialleistungen und Schutz sichtbar gemacht werden, unter denen viele Kinder zu leiden haben.

"Daten machen es möglich, das Leben von Millionen von Kindern zu retten und zu verbessern, vor allem jenes der am meisten benachteiligten", so Tessa Wardlaw, Leiterin der Abteilung für Daten und Analyse bei UNICEF. "Weitere Fortschritte können nur erzielt werden, wenn wir wissen, welche Kinder am meisten vernachlässigt werden, wo Mädchen und Buben nicht zur Schule gehen, wo Krankheiten wüten und wo es an sanitären Einrichtungen mangelt."

Enorme Fortschritte konnten seit der Unterzeichnung der Konvention über die Rechte des Kindes (KRK) im Jahr 1989 gemacht werden - nicht zuletzt durch die Millenium Development Goals, die 2015 zu Ende gehen.

Der UNICEF Bericht zeigt unter anderem, dass 90 Millionen Kinder, die seit 1990 gestorben wären, stattdessen weiterlebten. Vor allem durch Impfungen, Gesundheit, sauberes Wasser und grundlegende sanitäre Einrichtungen konnten viele Leben gerettet werden. Auch aus dem Bereich Bildung gibt es Erfolge zu berichten. Während 1990 nur 53 von 100 Kindern die Volksschule besuchten, waren es 2011 schon 81 von 100.

Die erhobenen Daten zeigen aber auch, dass die Rechte von Kindern nach wie vor zu oft verletzt werden. 2012 starben 6,6 Millionen Kinder an meist vermeidbaren Todesursachen, 15% der Kinder weltweit müssen arbeiten und 11% der Mädchen sind verheiratet, bevor sie ihren 15. Geburtstag feiern.

Ungleichheiten gibt es aber nicht nur zwischen Industriestaaten und weniger entwickelten Regionen, sondern auch innerhalb einzelner Länder. So haben im Niger zwar alle städtischen Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser, in ländlichen Gemeinden sind es aber nur 39%. "Gezählt zu werden macht Kinder sichtbar, und dieser Akt der Anerkennung ermöglicht es, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und sich für ihre Rechte einzusetzen", so der Report.

30 Jahre sind vergangen, seit das erste Mal standardisierte globale und nationale Statistiken in einem Bericht namens "The State oft the World's Children" publiziert wurden, um ein detailliertes Bild der Lebensumstände von Kindern zu zeichnen. Mit der Veröffentlichung einer Ausgabe, deren Fokus auf Statistiken liegt, will UNICEF Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit dazu einladen, die erhobenen Daten auf www.data.unicef.org dazu zu nutzen, positive Veränderungen für Kinder in Gang zu setzen.

Weitere Informationen:

Hintergrundinformationen, Bildmaterial und der vollständige UNICEF-Bericht "The Situation oft he World's Children" (in Englisch):
www.unicef.org/sowc2014/numbers

Der zweite Teil des UNICEF-Berichts erscheint am 20.11.2014, dem 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention.

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UNICEF Österreich, David Hagen, T 01/ 879 21 91-55, E david@unicef.at

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