AK-Präsident Goach fordert Vermögenssteuer und Entlastung niedriger Einkommen

AK: Eingangssteuersatz muss von 36,5 auf mindestens 25 Prozent gesenkt werden

Klagenfurt (OTS) - "Die AK fordert weniger Steuern auf Arbeit, dafür mehr auf Vermögen. Den Arbeitnehmern muss mehr netto von brutto auf dem Lohnzetteln bleiben", forderte heute AK-Präsident Günther Goach. Das Lohnsteueraufkommen ist im Jahr 2012 deutlich gestiegen und lag mit 24,5 Milliarden Euro um sieben Prozent höher als noch 2011. Bei den Bruttobezügen beträgt die Steigerung nur 4,3 Prozent.

"Hinzu kommt der Eingangssteuersatz in Österreich. Der ist mit 36,5 Prozent viel zu hoch", kritisiert Goach. Für jeden Euro, der über ein Bruttoeinkommen von 1.200 Euro im Monat hinausgeht, zahlen die Arbeitnehmer mehr als ein Drittel an Steuern.

Auch bei den Vermögen herrscht ein großes Ungleichgewicht:
Während 37 Prozent des gesamten Vermögens in der Hand von nur einem Prozent der Bevölkerung sind, besitzt die Hälfte der privaten Haushalte in Summe nur zwei Prozent des Vermögens.

Der Kärntner AK-Präsident fordert deshalb eine umfassende Steuerreform mit der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Diese soll all jene betreffen, die über ein Privatvermögen in Höhe von einer Million Euro netto verfügen. Laut einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz im Auftrag der AK wären daraus je nach Modell zwei bis fünf Milliarden Euro zu lukrieren. Betroffen wären fünf bis acht Prozent der reichsten Haushalte.

Der Eingangssteuersatz muss von 36,5 auf 25 Prozent sinken, fordert die AK. "Davon profitieren alle Arbeitnehmer und Pensionisten", sagt der AK-Präsident. Die Gegenfinanzierung wäre mit der neuen Vermögenssteuer gegeben. "Diese Entlastung begünstigt vor allem jene Arbeitnehmer, die ihr Einkommen überwiegend für den Konsum verwenden. Das stärkt die Kaufkraft", sagt Goach.

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