Unzulässige Verrechnung von PAP-Befunden: Ärztekammer leitet Schritte ein

Anzeige beim Disziplinarrat der Österreichische Ärztekammer - Auch Staatsanwaltschaft Wien wurde informiert

Wien (OTS) - Gegen die Ärztin, die unter Verdacht steht, nicht getätigte PAP-Abstriche der Wiener Gebietskrankenkasse in betrügerischer Absicht verrechnet zu haben, hat die Wiener Ärztekammer unverzüglich alle notwendigen Schritte eingeleitet: An den Disziplinarrat der Österreichischen Ärztekammer ist eine Sachverhaltsdarstellung mit der Bitte um weitere Veranlassung ergangen, und die Österreichische Ärztekammer wurde gebeten, die Vertrauenswürdigkeit der betroffenen Ärztin zu überprüfen. ****

Weiters erging ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft Wien, in der sämtliche der Ärztekammer aufliegenden Informationen aufgelistet wurden, sowie ein ähnliches Schreiben an die MA 40 - Sozialamt.

Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres in einer ersten Reaktion:
"Sollte sich der Verdacht gegen die Ärztin bewahrheiten, ist dieser Versicherungsbetrug, der letztendlich die gesamte Solidargemeinschaft aller sozialversicherten Patienten betrifft, aufs Schärfte zu verurteilen." Seitens der Standesvertretung gäbe es dafür "null Verständnis".

Szekeres hofft, dass es zu keinen gesundheitlichen Schäden für die betroffenen Patientinnen gekommen ist. Jederzeit könnten sich Patientinnen an die Ärztekammer wenden. Szekeres: "In jedem einzelnen Fall werden wir versuchen, unbürokratisch und rasch zu helfen." (hpp)

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