Aubauer: Bei Frauen-Pensionen jetzt vereinbarte Schritte setzen!

Aufschub-Bonus-Pension wird helfen, die Lücke zu den Männer-Pensionen weiter zu schließen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Für ältere Frauen finden sich im Regierungsprogramm zahlreiche Maßnahmen, die jetzt rasch umzusetzen sind, verlangt Mag. Gertrude Aubauer, ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes. "Das wichtigste ist für mich, dass keine einzige Frau mit Erreichen des gesetzlichen Pensionsantrittsalters in die Pension gezwungen wird. Wir haben im Regierungsprogramm dazu eine Informations-Kampagne an Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart -diese ist nun rasch zu starten. Zudem soll sehr rasch die Aufschub-Bonus- Pension beschlossen werden! Für Frauen bedeutet dies:
wenn sie nach dem 60. Geburtstag weiterarbeiten, erhalten sie rund zehn Prozent mehr Pension für jedes einzelne Jahr. So können sie die Lücke zu den Männerpensionen maßgeblich selbst schließen!"

Bessere Rahmenbedingungen für Frauen rasch umsetzen!

Zur Diskussion um das gesetzliche Pensionsantrittsalter betont Aubauer: "Ich selbst und der gesamte Seniorenbund haben immer betont:
Wenn die entsprechenden, von uns vorgelegten Rahmenbedingungen zugleich umgesetzt werden, so kann mit der Anpassung in kleinen Schritten sehr schnell begonnen werden. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass dies derzeit keine parlamentarische Mehrheit findet. Daher konzentrieren wir uns auf die Umsetzung der Begleitmaßnahmen:
Das AMS-Paket für ältere Arbeitnehmer steht schon. Teilpension und Aufschub-Bonus-Pension müssen rasch kommen. Die Beratung zum freiwilligen Pensionssplitting - dem Teilen der Pensionsansprüche während Zeiten der Kindererziehung - ist vereinbart und muss rasch umgesetzt werden. Dies gilt auch für die Vereinbarungen zur verbesserten Anrechnung der Kindererziehungszeiten auf die Pension."

Anrechnung der Kindererziehungszeiten auf Pension beginnt zu wirken!

"Der dritte Quartalsbericht des Sozialministeriums 2013 enthält auch aufschlussreiche Zahlen zu neu in die Pension eintretende Frauen", verweist Aubauer auf neue Zahlen: "Frauen, die in den vergangenen Jahren ihre Pension angetreten haben, verfügen schon über deutlich höhere Pensionen als frühere Pensionseintritte. Und hier zeigt sich schon deutlich die positive Wirkung der Anrechnung der Kindererziehungszeiten auf die Pension: Während kinderlose Frauen bei einem Pensionsantritt 2012 über eine Durchschnittspension von 1.228 Euro verfügten, erhielten Frauen mit einem Kind ebenfalls durchschnittlich 1.227 Euro. Auch Frauen mit zwei Kindern kamen noch auf 1.032 Euro, mit drei Kindern waren es 919 Euro. Was für den Seniorenbund weiter offen bleibt, ist die Besserstellung der Frauen, die vor 1955 geboren sind und die bessere Berücksichtigung bei mehreren Kindern!"

Seniorenbund kämpft weiter für ältere Frauen!

"Wir haben im Zuge der Regierungsverhandlungen zur Kenntnis genommen, dass die Anrechnung aller Überschneidungszeiten (wirklich vier Jahre pro Kind) sowie die Einbeziehung auch aller vor 1955 Geborenen in Summe über 250 Millionen Euro jährlich kosten würde und daher nicht sofort umsetzbar ist. Unsere Bemühungen werden wir deshalb nicht einstellen! Wir werden weiter nach Wegen suchen, durch weitere Pensionsreformen diese Summen für die älteren Frauen verfügbar zu machen. Das sind wir den älteren Frauen schuldig!"
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