Photovoltaik Anlagen in Harmonie mit den Stromnetzen

PV GRID: Schlüssel zur besseren Integration der Photovoltaik in die europäischen Stromnetze

Wien (OTS) - Im Energiesystem der Zukunft wird die dezentrale Einspeisung aus erneuerbaren Energieanlagen eine wesentliche Rolle einnehmen. Das EU-Projekt PV GRID versucht Wege für die Harmonisierung von der PV-Stromproduktion und dem Stromnetz zu finden. Projektmitarbeiterin Vera Liebl vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA): "Mittlerweile sind mehr als 80 Gigawatt PV-Leistung in die europäischen Stromnetze integriert. Der weitere Ausbau stellt die Netzbetreiber vor erstmalige Herausforderungen. Neue Methoden mit möglichst geringer Netzbelastung werden gesucht."

Seit Mai 2012 analysiert das Projektteam technische Lösungen zur Anhebung der Aufnahmekapazität elektrischer Verteilnetze, damit auch zukünftig jede PV-Anlage angeschlossen werden kann. Das Ergebnis ist nun öffentlich. Im Beratungspapier werden verschiedene Optionen aufgezeigt, auf ihre Praxistauglichkeit bewertet und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Aktuell werden die Ergebnisse auf nationaler Ebene diskutiert.

Folgende Herausforderungen gibt es in Zukunft zu bewältigen:

  • Schaffung fairer Bedingungen für die Regulierung der maximal eingespeisten Strommenge aus PV-Anlagen (Curtailment);
  • Entwicklung geeigneter Rahmenbedingungen zur optimalen Eigennutzung des erzeugten Stromes;
  • Nutzung des gesamten technischen Potenzials derzeitiger Wechselrichter;
  • Förderung des Einsatzes von Stromspeicherlösungen sowohl in den Verteilnetzen als auch in den Haushalten;
  • Förderung neuer Methoden zur Steuerung der Energienachfrage (Demand-Response);
  • Entwicklung von schlüssigen Rahmenbedingungen für die digitale Messwerterfassung (Metering);
  • Schaffung von Anreizen zur Entwicklung von intelligenten Netzen (Smart Grids);

Das Beratungspapier des europäischen Forschungsprojekts PV GRID steht auf der Projekthomepage zur Verfügung: www.pvgrid.eu

Verbreitung der Ergebnisse auf nationaler Ebene

Um den spezifischen Besonderheiten der 15 Partnerländer Rechnung zu tragen, werden bis April dieses Jahres nationale Workshops veranstaltet, in denen wesentliche Akteure die Lösungen diskutieren und dabei herausarbeiten, welche davon im jeweiligen Land am besten zur Umsetzung geeignet sind.

Die Erkenntnisse aus diesen Workshops werden in ein überarbeitetes Dokument einfließen, das im Sommer 2014 veröffentlicht wird. Das PV GRID Konsortium lädt alle Europäischen Akteure ein, dieses Dokument zu kommentieren und ihr Feedback einzubringen. Der Österreichtermin wird auf der Homepage des PVA (www.pvaustria.at) demnächst bekannt gegeben.

Über das Projekt PV GRID

Das übergeordnete Ziel des Projekts PV GRID ist der Abbau der technischen und bürokratischen Barrieren, die eine großflächige Integration von PV-Anlagen in unsere Verteilnetze verzögern oder erschweren. Das Europäische Projekt wurde im Mai 2012 gestartet und läuft noch bis Oktober 2014. Die österreichischen Bedingungen werden vom Bundesverband Photovoltaic Austria und der FH Technikum Wien analysiert.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesverband Photovoltaic Austria
DI Vera Liebl
Neustiftgasse 115A/19, 1070 Wien
Mobil +43 (0)650 852 00 90
office@pvaustria.at
www.pvaustria.at

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