Manfred Hofinger: Österreichs Landwirte sichern Biodiversität in allen Regionen

ÖVP-Abgeordneter reagiert in seiner erster Plenarrede auf Grünen Antrag zur Landwirtschaftspolitik

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreichs Landwirte sind seit jeher daran interessiert und in ihrer täglichen Arbeit auch darauf ausgerichtet, die Artenvielfalt zu erhalten. Bäuerinnen und Bauern schaffen und sichern somit die Biodiversität und stellen alle diese Leistungen der Gesellschaft in allen Regionen des Landes zur Verfügung. Das sagte gestern Abend der neue oberösterreichische ÖVP-Abgeordnete Manfred Hofinger in seiner ersten Plenarrede anlässlich der Debatte über einen Antrag der Grünen zur Änderung des Landwirtschaftsgesetzes.

"Im aktuellen Regierungsübereinkommen werden explizit die im Grünen Antrag beinhaltenden Punkte angesprochen", verweist Hofinger etwa auf die Stärkung des Biolandbaues, Verzicht von GVO im Anbau und damit verbunden eine Eiweißstrategie für Österreich. "Die Anforderungen einer ökosozialen, flächendeckenden und nachhaltig produzierenden Land- und Forstwirtschaft beziehen sich auf eine positive und nachhaltige Weiterentwicklung des Biolandbaus in Österreich und sollen sowohl für Biobetriebe als auch konventionelle Betriebe gleichermaßen eine Optimierung der Einkommensbildung am Markt ermöglichen", hält Hofinger fest, dass eine wie von den Grünen geforderte gesonderte Förderung des biologischen Landbaues über die bisherigen Maßnahmen hinaus nicht notwendig ist.

Österreich hat den höchsten Anteil an Biobauern in der EU. 2012 gab es in Österreich 21.843 biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe und der Anteil der Biofläche an der landwirtschaftlichen Nutzfläche lag 2012 bei rund 537.000 ha oder 20 Prozent. "Im europäischen Vergleich liegt Österreich beim Bio-Flächenanteil damit eindeutig an der Spitze", verweist Hofinger darauf, dass der EU-Durchschnitt bei der Flächenbewirtschaftung nach biologischen Kriterien lediglich bei rund 6 Prozent liegt.

Selbstbestimmungsrecht der Länder rasch umsetzen

Österreich kämpft seit Jahren gegen den Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut. Auf Initiative von Oberösterreich wurde bereits im November 2003 das europäische Netzwerk GVO-freier Regionen gegründet. Schließlich haben auch Europäische Kommission und Europäisches Parlament die Forderung nach dem Selbstbestimmungsrecht der Länder über den Einsatz von Gentechnik aufgegriffen. "Dieser Vorschlag wird nun aber von einigen EU-Mitgliedsstaaten blockiert, sodass sich das Selbstbestimmungsrecht beim GVO-Anbau verzögert", fordert Hofinger eine rasche Umsetzung in Hinblick auf die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen EU-USA. "Die Bäuerinnen und Bauern brauchen Rechtssicherheit", dankte der ÖVP-Abgeordnete auch Elisabeth Köstinger für ihr Engagement in dieser Sache im Europaparlament.
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