RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch: 5,5 Milliarden bis 2018

Steuerpaket: Schon wieder muss die Wirtschaft bluten

Graz (OTS) - Trotz der Neuauflage der Regierung und großer Versprechungen bleibt alles beim Alten: Statt Reformen gibt es neue Steuern. Das zeigt das vom Ministerrat beschlossene Steuerpaket. 5,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Belastungen bis 2018 - und wieder einmal trifft es die Wirtschaft besonders stark.
Für die rot-schwarze Regierungsspitze stellt es ein Meilenstein dar - in Wahrheit ist es jedoch für die heimischen Unternehmen ein Schritt näher an den Abgrund: das Steuerpaket, das bis 2018 5,5 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen soll. 5,5 Milliarden Euro, die die Bürgerinnen und Bürger aufbringen müssen, und einen großen Teil der Belastungen sollen einmal mehr die Unternehmen stemmen. "Sie zahlen direkt oder indirekt am meisten drauf", ärgert sich Dr. Erich Schoklitsch, Landesobmann des steirischen RfW, und verweist auf die größten Brocken des Pakets: Höhere Steuern auf Alkohol und Zigaretten, eine erhöhte Normverbrauchsabgabe, die drastische Erhöhung der "motorbezogenen Versicherungssteuer" und vieles mehr. Fast schon eine Frotzelei ist da die als großartiges Entgegenkommen platzierte Deckelung der erhöhten Besteuerung der Kündigungsentschädigung sowie die Nichtabschaffung der "GmbH light". "Jetzt sollen wir noch dankbar sein, dass diese beiden Dinge nicht ganz so schlimm kommen wie ursprünglich angekündigt", zeigt sich Schoklitsch fassungslos. "Hier will man die Österreicher wohl an der Nase herumführen."
"Belastungen ohne Ende für die Wirtschaft und die Verbraucher, dafür aber keinerlei Pläne für die längst fälligen, seit Jahren und Jahrzehnten angekündigten Verwaltungsreformen sowie für die Senkung der Lohnnebenkosten - das ist die großartige Linie unserer neuen Regierung", zieht der Landesobmann des steirischen RfW Bilanz über das im Ministerrat beschlossene Steuerpaket.
Zugleich fragt er sich, wo der sonst so machtbewusste Wirtschaftsbund in dieser Sache bleibt. "Wo sind denn die Parlamentsabgeordneten des Wirtschaftsbundes nun? Wir sind schon sehr gespannt, wie sie sich bei der Abstimmung im Parlament verhalten werden", so Schoklitsch.

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