Nicolaus Schafhausen legt die künstlerische Leitung der 6. Bukarest Biennale nieder

Wien (OTS) - Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien, legt mit sofortiger Wirkung seine Funktion als Kurator der 6. Bukarest Biennale 2014 (BB6) nieder.

Die Vorstellungen der Organisatoren (PAVILION) der Bukarest Biennale vor Ort haben sich als unvereinbar mit denen der kuratorischen Leitung erwiesen.
Im Sommer 2012 war Nicolaus Schafhausen offiziell zum Kurator der BB6 ernannt worden. Sein Konzept beruhte von Beginn an auf einer engen Kooperation zwischen den Hauptstädten Bukarest und Wien. Die BB6 sollte außerdem in enger Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Wien stattfinden.

Zusammen mit dem "Office for Art" in Berlin hat Nicolaus Schafhausen ein kuratorisches Gesamtkonzept für die Biennale mit dem Titel "Longing and Belonging" entwickelt. Der Fokus dieses Konzepts lag auf der Einbeziehung zahlreicher internationaler Künstlerinnen und Künstler, die in Rumänien geboren sind. Die Organisatoren der BB6 standen ursprünglich hinter diesem Konzept und waren wie Nicolaus Schafhausen interessiert daran, die Spannungsfelder zwischen (nationaler) Identität und (persönlicher) Individualität auszuloten, sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit dem philosophischen Konzept des "Anderen" und des "Selbst" zur Diskussion zu stellen. Neben der Ausstellung in Bukarest waren umfangreiche Symposien in Bukarest und Wien geplant.

Zudem war Nicolaus Schafhausen in direktem Kontakt mit zahlreichen Sponsoren, sowie institutionellen und privaten Partnern, die daran interessiert waren, die BB6 auf Grundlage des kuratorischen Konzepts zu unterstützen.

Nachdem an diesem Konzept mehr als anderthalb Jahre gearbeitet worden war, haben sich zahlreiche inhaltliche Differenzen zwischen den Organisatoren der BB6 und dem kuratorischen Team ergeben. Dabei haben sich die unterschiedlichen Auffassungen über kuratorische Unabhängigkeit als unüberbrückbar herausgestellt.
Aus diesem Grund zieht Nicolaus Schafhausen sein Engagement für die BB6/PAVILION zurück. Diese Entscheidung zielt ausdrücklich nicht darauf ab, irgendeine der involvierten Parteien zu diskreditieren, vielmehr geht es ihm darum, Schaden von den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, sowie den involvierten Organisationen abzuwenden.

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