Starke Grundlagenforschung Marke FWF für Innovation Leadership

Wien (OTS) - Dass Österreich bis zum Jahr 2020 in die Gruppe der Innovation Leader Europas vorstoßen soll, ist politischer Konsens. Der FWF steht bereit, einen entscheidenden Beitrag zu leisten, um Österreich in diesen Kreis der innovationsstärksten Länder zu bringen. Die Faktenlage zeigt: ohne starke Grundlagenforschung keine Leadership in Innovation.

Österreich hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufhol-und Modernisierungspfad durchlaufen, der das Land zu einer der wohlhabendsten und wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften Europas gemacht hat. Sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen wäre kurzsichtig, denn es lässt sich beispielsweise anhand des "Innovation Union Scoreboard 2013" zeigen, dass fehlende Anstrengungen, sich im Innovationssystem zu verbessern für Österreich hieße, innerhalb der "Innovationsunion" zurückzufallen. Eine pulsierende Grundlagenforschungsszene ist eine "conditio sine qua non" für jeden Forschungsstandort. Den Takt geben die aktuellen Innovation Leader vor.

"Österreich ist gut beraten, sich an den Besten zu orientieren, denn diese haben ihre Innovationssysteme als entscheidenden Standortfaktor definiert und handeln entsprechend", erklärte Pascale Ehrenfreund, Präsidentin des Wissenschaftsfonds im Rahmen eines Pressegesprächs, zu dem der Rat für Forschung und Technologienentwicklung heute in Wien eingeladen hatte.

Ein Vergleich der FWF-Dotierung mit Schwesterorganisationen, die in Ländern aus der Gruppe der Innovation Leader tätig sind, weist auf eine strukturelle Schwäche des heimischen Innovationsstandortes hin, die einfach zu beheben ist. In der Schweiz stehen der FWF-Schwester SNF 88,5 Euro, der AKA in Finnland 61,1 Euro, den Research Councils UK 48,0 Euro, der NWO in den Niederlanden 37,2 Euro und der DFG in Deutschland 33,5 Euro pro Jahr und EinwohnerIn zur Verfügung. Der Wissenschaftsfonds muss hingegen gegenwärtig mit 25,7 Euro pro Jahr und EinwohnerIn das Auslangen finden.

Mit einer entsprechenden Höherdotierung, die den FWF zunächst zum DFG- bzw. NWO-Niveau aufschließen ließe, kann ein starkes Momentum in jenen Bereichen wissenschaftlicher Forschung erreicht werden, die sich einem fairen, nach internationalen Qualitätsgesichtspunkten organisierten Wettbewerb um Forschungsmittel stellen wollen und können. Bereits jetzt kann der FWF mangels Budget gute und sehr gut evaluierte Projekte im Ausmaß von rund 80 Mio. Euro pro Jahr nicht fördern. Diese Projekte hätten das Potenzial, die wissenschaftliche Forschung in Österreich weiter zu verbessern.

"Ich appelliere an die politischen Entscheidungsträger, dieses bemerkenswerte Potenzial in jenem Ausmaß zu nützen, das einem Innovation Leader entspricht. Wir schaffen damit das Fundament für zukünftige Innovationen, die in der Grundlagenforschung ihren Anfang nehmen", so Pascale Ehrenfreund, um daran anknüpfend mit einem erweiterten Zitat von Sheila Jasanoff, langjährige Vorsitzende der internationalen Jury für das START-Programm und den Wittgenstein-Preis der Politik zu versichern: "You can't go wrong with basic science, you can't go wrong with the FWF."

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