AKNÖ-Präsident Wieser: Skiorte sollen Versicherungsschutz für Skifahrer anbieten

Bergekostenversicherung zusätzlich zur Liftkarte

Wien (OTS) - Jährlich verletzen sich tausende SkifahrerInnen so schwer, dass sie mit der Rettung oder mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht werden müssen. Eine von der AKNÖ durchgeführte Umfrage in 27 österreichischen Skigebieten zeigt, dass für die Betroffenen horrende Kosten entstehen können. "Die Skiorte sollten mit dem Skipass auch eine Bergekostenversicherung anbieten", fordert AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Zu wenige Skigebiete bieten die Möglichkeit an, gemeinsam mit dem Skipass eine kostengünstige Versicherung abzuschließen. Von den befragten Skiorten kann nur in Sölden und St. Anton zum Skipass eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden. Diese deckt auch die Hubschraubertransportkosten ab und kostet zwischen 12 und 25 Euro. "Es sollte für alle Skiorte zur Selbstverständlichkeit werden, mit dem Skipass eine entsprechende Versicherung anzubieten", sagt AKNÖ-Präsident Wieser.

Bis zu 4.000 Euro kann es kosten, wenn ein Notarzthubschrauber einen Verletzten nach einem Skiunfall ins Krankenhaus bringt. Auch wenn man keinen Hubschrauber braucht, kann die Bergung bis zu knapp 1.000 Euro kosten. "Laut Gesetz darf die Gebietskrankenkasse bei einem Sport-und Touristikunfall nicht die Kosten übernehmen. Daher bleiben die Kosten für die Beförderung ins Tal oder den Transport ins Spital meist an den Unfallopfern hängen", warnt AKNÖ-Experte Josef Fraunbaum.

"Skibegeisterte sollten bis zu einer besseren Lösung einstweilen selbst vorsorgen", rät Fraunbaum. "Die Mitgliedschaft beim Alpenverein oder den Naturfreunden beinhaltet eine solche Versicherung, ebenso kann das beim Automobilklub der Fall sein." Häufig gibt es auch bei Kreditkarten eine Zusatzversicherung. "Vor Antritt des Skiurlaubs sollte man sich die Geschäftsbedingungen genau ansehen, um sicherzugehen, dass diese Leistung abgedeckt ist", sagt Fraunbaum.

Die detaillierten Ergebnisse der Erhebung in den Skigebieten finden Sie auf unserer Homepage: noe.arbeiterkammer.at

Skiorte, die noch nicht in der Erhebung aufscheinen, können sich bei der AKNÖ melden und eintragen lassen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Josef Fraunbaum, Abteilung Arbeits- und Sozialrecht,
Tel.: 01/58883-1418

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001